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Da aber diese Arbeitskraft bei vielen das einzige Kapital ist, das
sie besitzen und wirtschaftlich verwerten können, so muß seiner
Ausnützung eine Grenze gesteckt werden. Nur bei möglichst langer
Erhaltung seiner Arbeitskraft kann auch der Angestellte eine an
gemessene wirtschaftliche Stellung und Selbständigkeit sich erringen
und sie behaupten; ihre Schwächung bringt ihn in Abhängigkeit
und auf tiefere gesellschaftliche Stufen, was vom sozialpolitischen
Standpunkte aus nur beklagt werden müßte.
3. aus allgemeinen kulturellen Gründen.
Wenn dem Angestellten nur die geringe tägliche Ruhezeit
bleibt, wird es ihm unmöglich sein, seinen Pflichten gegen Familie,
Gesellschaft und Staat in erforderlicher Weise nachzukommen, seine
berufliche und allgemeine Bildung weiter zu fördern und irgend
welche geistigen und kulturellen Bedürfnisse zu befriedigen. Kein
Volk kann aber eine hohe Kulturstufe erreichen und sie dauernd
behaupten, wenn nicht alle seine Glieder sich am Geistesleben, an
der Pflege von Kunst und Wissenschaft mit beteiligen können.
Gerade der Kaufmannsstand darf hierbei auf Grund der so viel
fach bei ihm vertretenen Bildung und Intelligenz als ein be
sonders wichtiger Faktor angesehen werden, dessen teilweise Aus
schaltung einen großen und unersetzlichen Verlust für das gesamte
Volksleben bedeuten würde.
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Von den mancherlei Gründen, die gegen die Sonntagsruhe
im Handelsgewerbe angeführt werden, erscheint der eine bemerkens
wert, daß insbesondere die Land- und Arbeiterbevölkerung ihre
Einkäufe an Werktagen nicht machen könne, und daß diese für
viele Geschäftszweige sehr wichtige Kundschaft bei Sonntags
geschäftsschluß den seitherigen Lieferanten verloren gehen und
ihren Bedarf bei Hausierern und dergleichen decken würde. Dieser
Einwand könnte an und für sich gegenüber den großen Vorteilen
der Sonntagsruhe wenig in Betracht kommen, er hat sich aber
auch tatsächlich als völlig unzutreffend erwiesen. Nach den Er-