den Bau von Wohnhäusern und Tierställen notwendig, die
der Kälte und dem Winde widerstehen können. Die grös-
seren Güter sind der Regel nach mit grossen, nicht selten vom
ökonomischen Gesichtspunkt aus allzu grossen Gutshäusern
ausgestattet, die bisweilen schlossähnlich, fast stets geräumig
und oft komfortabel eingerichtet sind (Abb. 3); auch die
Wohnhäuser der Bauerngüter und Kleinstellen sind ziem-
lich überall wohlgebaut. (Abb. 4—5.) Die in letzter Zeit
hochgesteigerten Arbeitskosten haben vielerorts die Ein-
führung arbeitersparender Vorrichtungen in den Wirtschafts-
gebäuden erzwungen. (Abb, 6.) Hierbei hat die überall
zur Verfügung stehende elektrische Kraft gute Hilfe ge-
leistet.
PFLANZENBAU.
Die Kulturpflanzen, die mehr allgemein auf dem schwedi-
schen Ackerboden angebaut werden, sind: (Winter- und
Sommer-) Weizen, (Winter- und Sommer-)Roggen, Gerste
und Hafer, Bohnen, Erbsen und Wicken, Hackfrüchte
verschiedener Art, wie Kartoffeln, Zuckerrüben und Man-
gold, Turnips, Kohlrüben und Mohrrüben, Fufterwiesen-
pflanzen von mehreren Arten, unter denen Klee und Timothee
die gewöhnlichst vorkommenden sind. Infolge der grossen
Ausdehnung. des Landes in nord-südlicher Richtung ist der
Pflanzenbestand ganz verschieden in den südlichen und in
den nördlichen Teilen. Als Regel gilt natürlich, dass je
weiter man nach Norden kommt, um so weniger Kultur-
pflanzen für den Anbau in Frage kommen können, und in den
allernördlichsten Teilen ist der Landwirt lediglich auf
Gerste, Kartoffeln, Hafer (als Grünfutter) und gewisse
andere Futterpflanzen angewiesen.
Der Pflanzenbau hat gehabt und hat andauernd eine
kräftige Stütze in der praktisch-wissenschafflichen Tätigkeit,
die im Lande von zwei vom Staate wirksam unterstützten
Pflanzenveredelungsanstalten ausgeübt wird, wovon die eine