fullscreen: Meer und Weltwirtschaft

einander wesentlich näher als die des südatlantischen; dort weit 
ausgedehnte bedürfnisreiche Hinterländer, hier dagegen vorderhand 
ncch schmale und bedürfnisarme, deren Produktions- und Konsum- 
tionskraft erst im Erschließen ist. 
Die Erschließung der ozeanischen Randgebiete und der damit 
verbundene Austausch von Waren führt außer zum Austausch 
von Kulturanschauungen und Ideen zu einem sowohl mittelbaren 
wie unmittelbaren Austausch der Bevölkerungen. Wie die alten 
Mittelmeerländer der Schauplatz großer Völkerwanderungen und 
Völkerverschiebungen waren, so hat der Atlantische Ozean ein 
anderes Aussehendesursprünglichenethnographi- 
schen Bildes bewirkt. Der Indische Ozean und der Große 
Ozean weisen mit geringen Ausnahmen nirgends einen so inten- 
siyen Völkeraustausch auf wie der Atlantische Ozean. 
Abgesehen von den an sich unbedeutenden Völkerverschiebungen 
auf den Inselwolken der Südsee ist vor allem die chinesische 
und japanische Auswanderung bemerkenswert. Während 
jene lediglich auf wirtschaftliche Betätigung ausgeht, erfolgt diese 
außerdem mit mehr oder minder Verstecktheit politische Ziele. Die 
meisten chinesischen Auswanderer finden wir in Niederländisch- 
Ostindien (rund 900000), während die japanischen kaum 5000 
zählen. Chinesen sind auch in Australien in größerer Anzahl (17 000) 
als Japaner (3000), desgleichen in Peru (45000 gegenüber 2000), 
in Mexiko (13000 gegenüber 2500). In Bolivien ist die Einwande- 
rung asiatischer Kulis verboten. Hingegen sind die Philippinen ein 
wichtiges Einwanderungsgebiet, wo 1924 allein reichlich 13000 
Chinesen einwanderten, dagegen nur 900 Japaner. In Kanada be- 
gegnet man rund 40000 Chinesen und noch nicht die Hälfte Ja- 
paner. Umgekehrt ist das Verhältnis in den Vereinigten Staaten 
und Hawali: dort zählt man über 111000 Japaner und halb soviel 
AR
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.