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Kriege mit Söldnern geführt werden. Diese aber wurden von einzelnen
Herren oder Rittern angeworben und auch ihre Ausrüstung und Beköstigung
von diesen übernommen“). Der König bzw. Kaiser schloß
mit ihnen Sold- und Beuteverträge ab. In Österreich, wo Kaiser
Friedrich III. keine entsprechenden Bargeldsummen zur Verfügung
hatte, blieb er den Sold meist schuldig, so daß die Söldnerführer
sich durch Brandschatzungen und Plünderung des platten Landes
selbst befriedigten oder vom Kaiser das Recht Münzen zu schlagen
erhielten, was mit zur Münzverschlechterung beigetragen hat!*?).
Diese Münzverschlechterung, welche im 15. Jahrhundert nicht
nur in Deutschland, sondern zum Teil auch in England und Frankreich
eintrat, bewirkte eine Entwertung der in Geld geleisteten
Zahlungen und Einkünfte. In Frankreich konnte dieser Umstand
von dem erstarkten Königtum mit dazu ausgenützt werden, die
Macht des grundbesitzenden Adels zu brechen, da er finanziell
herabkam**). In Österreich wehrten sich die Grundherrschaften
jetzt gegen die Umwandlung der Naturalzinse in eine Geldleistung,
die von den Bauern angetrebt wurde?**).
Die Aufrechterhaltung bzw. Wiederbelebung der Naturalwirtschaft
diente also auch da mehrfach dazu, die üblen Auswirkungen
der Geldwirtschaft zu paralysieren, bzw. zu verhüten in einer Zeit
als diese bereits weite Kreise ergriffen hatte und deren Träger
(Städte) nunmehr auch auf die alten, großenteils noch naturalwirtschaftlich
arbeitenden Grundherrschaften (Adel und Kirche) sowie
deren Hintersassen eine große Anziehungskraft ausübten, ja als
Kreditgeber erstere auch zum Teil von sich abhängig machen
konnten?!?),
*7) Vgl. Gneist, Englische Verfassungsgesch. S. 291 ff.; Brodnitz a.a.O. 3
400; dazu auch Green, Town life ı, 259f.
12) Vgl. A. Huber, Gesch. Österreichs 3, 77 f.
133) Vgl. A. Landry, Essay &conomique sur les mutations des monnaies dans
l’ancienne France de Philippe le Bel A Charles VII. (1910), S. 270.
:4) Siehe oben S. 183, H. Wopfner über Tirol!
‘85) So z.B. in Österreich schon im 13. Jahrhundert. Vgl. den Bericht Jans
Enenkls über Wien. Fürstenbuch MG. Deutsche Chron. IIT, 2, 634.