Contents: Organisation

IV. Staatliche und private Organisation. 
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Sozialismus, Staatssozialismus, Individualismus oder 
der Antithese Arbeitgeber—Arbeitnehmer oder der von 
freier Konkurrenz und „Eingriff" des Staates usw. 
Es hat sich allmählich, z. B. in der Lehre des National 
ökonomen Adolf Wagner, ein Mittelweg wenig- 
stens theoretisch durchgesetzt, der die Vorteile der gegen 
sätzlichen Auffassungen zu verbinden sucht und weder 
im radikalen Sozialismus noch in: alten Liberalismus 
das Heil erblickt. Solche Fragen sind in der Kriegszeit 
durch die notwendigen staatlichen Maßnahmen in einer 
Weise populär geworden, die kein Nationalökvnom 
hätte ahnen noch erhoffen können. Preistaxen aller 
Art sind eingeführt worden und haben sich bewährt; 
es gibt Lebensmittelkarten für alles Eßbare, und 
Festsetzungen von Höchstpreisen für alles Mögliche. 
Praktisch ist damit, ganz abgesehen von der Abhilfe für- 
momentane Notstände, etwas ganz Ungeheures erreicht, 
nämlich die Ansammlung detaillierter Erfahrungen, 
auf denen künftige Theoretiker ganz anders bauen 
können, als bisher. Was früher als Utopie erschien, ist 
mit einem Schlage Wirklichkeit, Leben und funktio 
nierende „Organisation" geworden. 
Ein Hauptproblem ist dabei, was von diesen Not- 
maßnahmen etwa im Frieden beizubehalten und zu 
dauernder Einrichtung zu gestalten wäre. Es wäre 
traurig, wenn alle diese Maßnahnien mit dem Frie 
densschluß nutzlos in der Versenkung verschwänden, 
da manche doch sicher geeignet wären, auch später- 
soziale Gegensätze zu mildern und Teilschwierigkeiten 
der großen „Frage" zu lösen. Ohne Theorie wird nian 
dabei nicht auskommen, wenn auch der Hauptnachdruck 
auf der gewonnenen praktischen Erfahrung liegt; wenn
	        
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