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oder unbeliebter Vormänner. Bei 1% der Streiks verlangte man
Wiedereinsetzung entlassener Gewerkschaftsbeamten und in weniger
als 1 °/ 0 war die Lehrlingsfrage Kampfobjekt. Nur einer auf je
700 Streiks betraf die Einführung von neuen Maschinen, während
man den Gewerkschaften diese Maschinenfeindschaft so oft vorwirft.
Jedermann wird einen Streik vermeiden, wo das Ziel auf
friedlichem Wege erreichbar ist; aber im Streik liegt ebensowenig
etwas unmoralisches, als in der Forderung höherer Löhne. Leute,
die kein Interesse an der Arbeiterbewegung haben, regen sich über
die ihnen unbequemen Streiks auf, deren Gründe vielleicht viel
tiefer liegen, als der Anlass zum Ausbruch vermuten lässt. Und
wenn man einen Streik vermeiden würde, nur weil seine Kosten
grösser sind als der in Frage stehende Gewinn, so würden die
Unternehmer bald schrittweise die Bedingungen verschlechtern.
Wie jede Organisation, muss auch die Gewerkschaft lieber Millionen
zur Verteidigung, als einen Pfennig Tribut zahlen. Wer einen
Streik für unüberlegt erklärt, weil er nicht sieht, wie die Gemüter
jahrelang erbittert worden sind, gleicht dem Richter, der in allen
kleinen Fällen den Kläger abweist, um die Streitsucht nicht zu
fördern und auf diese Weise den Armen rechtlos macht.
Die Witzblätter enthalten Bilder, die dem törichten Arbeiter
zeigen, wie er das Füllhorn des wirtschaftlichen Aufschwungs
umstürzt: was er auch tun mag, der Arbeiter ist ein Tölpel.
Wenn man in schlechten Zeiten seine Löhne herabzuschrauben
sucht, dann wendet sich das unabänderliche Gesetz von Angebot
und Nachfrage gegen ihn; und in guten Zeiten — zerstört er
den Aufschwung; unter normalen Umständen wird er dann wahrscheinlich
keinen Grund zur Änderung haben. Die Zeit des Aufschwungs
ist für den Arbeiter die richtige, seine Lage zu bessern,
da in ihr die Preise steigen und mit ihnen der Profit des Unternehmers.
Lässt man diese Zeit vorübergehen, so wird der
Profit kapitalisiert und die Aussichten auf Besserung sind ins
Blaue hinausgeschoben.
Während im Publikum die Gegnerschaft gegen Streiks an
sich nachlässt, hört man noch oft Sympathiestreiks verurteilen, in
denen die Leute nicht für sich selbst, sondern für ihre Kameraden
kämpfen. Diese Abneigung rührt zum Teil daher, dass auf diese
Weise Verletzungen von Verträgen vorgekommen sind; in diesem
Falle aber ist nicht nur ein Sympathiestreik, sondern jeder Streik,
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