Full text: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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pj . ^ on der Erwägung ausgehend, daß das Quantum an fertigen 
e >schwaren in Deutschland, welches infolge des Fleischbeschau 
gesetzes ausbliebe, etwa 250000 Zentner betrage, nahmen die Schöpfer 
Projektes an, daß die neu anzulegende Fabrik für den Anfang 
va den zehnten bis achten Teil hiervon übernehmen müsse. Dies 
War en also 25—30000 Zentner fertiger Ware. Um diese zu liefern, 
Würden ungefähr 60000 Zentner lebende Tiere gebraucht, so würde 
bis 0 ^ 6n ^^ang ungefähr einen jährlichen Bedarf von ca. 2500 
3ooo Rindern, 8000 bis 9000 Schweinen, 1500 bis 2000 Kälbern, 
^5oo bis 2000 Hammeln rechnen müssen. In enger Verbindung mit 
r I' leischkonservenfabrikation sollte auch die Herstellung von Ge- 
die , COnserven nach Braunschweiger Vorbild betrieben werden, da 
nötigen Rohgemüse ohne Umstände von den Landwirten beschafft 
von*" 6 * 1 ^ önnten- Die Gründung des Unternehmens sollte ein Kapital 
n . 3 Millionen Mark erfordern, wovon t Million Mark durch Obli- 
^itu,nen und 2 Millionen Mark durch auf den Inhaber lautende 
en zu 1000 Mark aufgebracht werden sollten, 
r Trotz vieler Verhandlungen gelang es indessen nicht, die er- 
ichen Mittel für ein derartiges Unternehmen zusammenzubringen. 
.. em kam man uoch rechtzeitig zu der Überzeugung, daß es 
g ich sein würde, aus inländischem Fleisch Konserven herzu 
stellen r i- 
> aie es an Billigkeit mit dem ausländischen Corned beef auf- 
ne httie n könnten _ 
jj c p Ten letzten Jahren wurden weitere derartige landwirtschaft- 
Plunt ^ rÜnc ^ un §l en * n Hofgeismar, Breslau, Magdeburg, Straßburg ge- 
Y ' ■^T )er alle diese Pläne, durch die Konservierung eine bessere 
fWertung des deutschen Fleisches als bisher zu erreichen, scheitern 
au ^ atsache, daß es unmöglich ist, preiswerte’ Fleischkonserven 
bau ^ eUtsc ^ em Fleisch herzustellen, resp. ein größeres Unternehmen 
zu T er Konservierung von Fleisch deutschen Ursprungs 
ri j s , sc uäftigen. Die deutschen Fachleute, die teils die nordamerika- 
gj n f^ en Fabriken aus eigener Anschauung kennen, und nach der 
beef ■ rUn S des Fleischbeschaugesetzes die Fabrikation von Corned 
ke j ,' n Deutschland aufnahmen, waren sämtlich der Meinung, daß 
Do TTeischpreisen in Deutschland auch deutsches Fleisch zu 
^ericj eiSc ^ erste Tung verwendet werden könnte, daß aber die Ver- 
kati 0 Un§r V ° n aus ^äudischem Fleisch erst eine regelmäßige Fabri- 
auch in den Zeiten hoher Fleischpreise in Deutschland zulasse, 
band ^ 1 9°5 re gte der Vorstand des deutschen Fleischer-Ver- 
Jq . We gen der großen Verluste, die der Landwirtschaft und dem 
er gewerbe aus der jetzigen Verwertung des Freibankfleisches 
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