Die Entstehung der Einzelgestalten.
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kennzeichnet, sei kurz erinnert. Da der Gedanke die Hervor-
bringungen und Synthesen der Natur lediglich nachahmend
wiederholen kann, werden die Gebilde der Mathematik durchweg
wie physische Körper gedacht, deren Eigentümlichkeit sich aus
der Summierung und relativen Anordnung ihrer Grundatome
ableitet. Die Grundgestalt, die dem einfachen Minimum zukommt,
ist innerhalb der Ebene der Kreis; aus ihm gehen sodann das
Dreieck, das Quadrat und die übrigen zusammengesetzten
Figuren dadurch hervor, dass verschiedene Minima nach einer
bestimmten Regel sich aneinanderlagern und zu einem Ganzen
verschmelzen. So bedarf es, damit ein Dreieck zustande kommt,
mindestens drei, damit ein Quadrat sich bilde, mindestens vier
Minima. Um sodann zu einem zusammengesetzten Kreis zu ge-
langen, der aus mehr als einem Minimum besteht, müssen wir
ans das Element im Zentrum rings herum von anderen Elementen
umgeben und berührt denken; da aber eine derartige Berührung
nur in sechs verschiedenen Punkten möglich ist, so werden im
Ganzen sieben Minima zur Darstellung des verlangten Gebildes
erforderlich sein. Auch das Wachstum der einzelnen Gestalten
ist an ganz bestimmte arithmetische Regeln gebunden: so kann
ein Dreieck nur nacheinander durch den Zuwachs von 3, 4, 5
Minima in ein anderes, grösseres sich verwandeln; ein Quadrat
kann, da die Differenzreihe der Quadratzahlen durch die Reihe
der ungeraden Zahlen gebildet wird, nur durch die Hinzufügung
von 5, 7, 9.. Elementen vergrössert werden u. s. w. Sind somit
die einzelnen Gattungen in dem Gesetz ihres Aufbaus verschieden,
so bleiben sie auch in ihrem Sein streng von einander getrennt;
da die verschiedenen Arten der Figuren stets aus einer ungleichen
Anzahl von Elementen bestehen, so ist es unmöglich, in voller
Exaktheit die eine in die andere überzuführen. Ja auch inner-
halb der einzelnen, bestimmten Gattung bleibt jedes Indi-
viduum eine schlechthin einmalige, unvergleichliche Wesen-
heit, da die Natur sich in ihren Schöpfungen niemals wiederholt,
Ja sie also niemals dieselben Minima in identischer Weise zu
zin und derselben Gestalt zusammenfügt. Nur die Stumpfheit
der Sinne ist es, die uns das Vorhandensein durchaus gleicher
Formen vortäuscht; die gesamte Mathematik, soweit sie auf
Jer Voraussetzung exakter Gebilde beruht, entstammt daher