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: n x Wertverhältnis von
Preis des Silbers in Pence Gold zu Silber nach dem
1ledrigster höchster Durchschnittspreis
881 18% 521% 18,15
:882 3976 18,17
883 J 1 18,62
884 92% 135 18,58
385 ) Be 18,17
386 “ 7 20,79
1887 51 71% 20,67
1888 . ae ?ı6 22,00
1859 us ET 22,09
‚890 35), 45 19,75
1891 31 18% + 20,93
1892 377 13%, - 23,69
1893 1% 3894 ; 26,43
[894 7 31% - 32.49
1895 Us 319 ; 32,60
1896 : 31%, : 30,43
[897 3,75 29,8 ; 3480
1898 ; 28,3 “35,14
1899 205 28%, 34,60
1900 27.1 30,19 . : 33.35
„4901 24,94 29,56 1: 34,33 . .
Die vorstehenden Zahlen lassen ersehen, daß, soweit wir die
historische Entwickelung zurück verfolgen können, wenn auch unter
vielfachen Schwankungen das Silber allmählich eine immer größere Ent-
wertung erfahren hat. In dem vorigen und in der ersten Hälfte dieses
Jahrhunderts war das Wertverhältnis ziemlich konstant 1: 15 bis 1: 15,6.
Mitte der siebziger Jahre begann dann ein bedeutendes Sinken des
Silberwertes von 60 Pence pro Unze bis auf 27 Pence im Jahre 1899,
während der Preis zeitweise sogar bis unter 24 Pence heruntergegangen
war, Das Verhältnis erfuhr mithin in der neuesten Zeit eine Ver-
schiebung, wie sie die Geschichte noch niemals auch nur annähernd
aufzuweisen hatte.
Welches waren nun die Ursachen dieser auffallenden Erscheinung?
1. Es kann darüber kaum ein Zweifel sein, daß den Anstoß zu
dieser Verschiebung der Uebergang Deutschlands von der Silber- zur
Goldwährung gegeben hat. Während bis dahin Deutschland auf dem
Londoner Markte regelmäßig als beachtenswerter Käufer von Silber
aufgetreten war, begann es nun sogar nicht unbedeutende Quantitäten
(5 Millionen Pfund) zum Verkauf zu stellen. Auch die skandinavischen
Reiche, welche 1872 die Silberwährung aufgaben und den Uebergang
zur Goldwährung viel schneller vollzogen als Deutschland, stießen
iberschüssiges Silber ab. Die erste bedeutsame Folge hiervon war,
laß die Länder der lateinischen Münzkonvention 1873 die freie Aus-
prägung des Silbers sistierten. Damit war der Abflußkanal geschlossen,
ler bis dahin in bedeutsamer Weise eine Ueberfüllung des Weltmarktes
mit einem Metalle verhindert hatte, indem jedes überschüssige Quan-
tum, welches das Wertverhältnis zu verschieben drohte, in die Münzen,
insbesondere von Frankreich, Italien und Belgien floß, um dort zur
Ausprägung zu gelangen, während das auf dem Weltmarkt fehlende
Metall jenen Ländern entzogen und auf den Markt geworfen wurde.
Daß dieses ein wesentliches Moment war, um das Wertverhältnis
lange Zeit zu stützen, kann wohl keinem Zweifel unterliegen. Freilich
aätte in den fünfziger Jahren Frankreich allein hierzu schwerlich aus-
zereicht, da die Produktionsverhältnisse der Edelmetalle sich seit 1851
rollständie verschoben hatten. Während in der ersten Hälfte des Jahr-
Fahr
rsachen der
Entwertung
les Silbers.