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Besserung
ler Lage der
Arbeiter.
Geld.
großen Masse der Bevölkerung einer fortdauernden Verbesserung entzegengehe,
aber nicht einer Verschlechterung, womit er den Pessimisten
wie ebenso den Sozialisten in der gleichen Weise wie Bastiat
antgegentritt, Er begründet diese Auffassung noch durch eine besondere
Auffassung des Wertbegriffes und des Wertgesetzes. Der Wert
wird nach ihm bestimmt durch den Widerstand, der zu überwinden ist,
um die Gegenstände zu erlangen. Je mehr die menschliche Kraft die
Natur zu überwinden zunimmt, um so geringer wird der Wert der
Güter. Der Wert der Güter richtet sich nicht, wie Ricardo anaahm,
‚nach den Produktionskosten, sondern nach den Reproduktionskosten.
Man schätzt den Wert einer Sache nicht nach dem, was
bisher zur Beschaffung aufgewendet werden mußte, sondern nach dem,
was zur Neubeschaffung erforderlich ist. Wenn durch eine Erfindung
irgend ein Gegenstand, sagen wir Bessemerstahl, mit der Hälfte der
Unkosten hergestellt werden kann, so wird niemand für einen Stahlvorrat
den bisherigen Preis bieten, sondern nur noch die Summe, mit
welcher nach der neuen Erfindung der Stahl hergestellt werden kann.
Es ist dies unzweifelhaft richtig, aber er überschätzt die Bedeutung
lieses Umstandes, die nur dann groß sein kann, wenn gerade besonders
große Fortschritte gemacht werden, wie sie allerdings zu seiner Zeit
in Amerika vorlagen.
Auch hierdurch beleuchtet er die Fortschritte der neueren Zeit
durch die Preisermäßigung aller Bedürfnisse infolge der Erfindungen,
lie der Gesamtheit, besonders auch der Arbeiterklasse zu gute kommen.
Das dritte Argument für seinen Optimismus sieht Care y in der
historischen Entwickelung, die klar ergebe, daß im Laufe der Zeit die
Lage der Arbeiterklasse sich fortdauernd verbessert habe. Im Alterum,
wie bei den primitiven Völkerschaften herrschte Sklaverei, im
Mittelalter Hörigkeit, weil der Inhaber der Arbeitskraft ohne Anteil
ım Besitz seine Selbständigkeit nicht zu wahren vermochte. Je mehr
Kapital geschaffen wird, um so mehr Bedeutung erlangt die persön-;iche
Arbeitskraft, ohne welche das Kapital nicht zu verwerten ist.
Je stärker sich das Kapital anhäuft, um so mehr macht es sich selbst
Konkurrenz, drückt damit den Zins und den Kapitalgewinn, während
ler Arbeitslohn gesteigert wird. Damit erlangt der Arbeiter nicht
aur seine Freiheit und Selbständigkeit, sondern eine wachsende Macht
m Staat und in der Volkswirtschaft. Ihm fällt auf Kosten der
Xapitalisten und Grundbesitzer ein immer größerer Teil des Nationalsrtrages
zu. Carey belegt diese Behauptung auch für die neuere
Zeit durch den Nachweis der Lohnsteigerung in seiner Heimat.
Einen eigentümlichen Rückschlag auf den Merkantilismus zeigt
Carey in seiner Beurteilung der volkswirtschaftlichen Wirkung des
Geldes und der dabei zu Tage tretenden UVeberschätzung desselben.
Er faßt es als Cirkulationsinstrument auf, wogegen nichts zu sagen
ist; mißt ihm aber einen sehr viel größeren Einfluß als allen ähnlichen
Cirkulationsmitteln bei und hält daher die Vermehrung des Geldes
für den besten Weg, gewissermaßen als Selbstzweck, um den Volkswohlstand
zu heben, Auch dieses entspringt der Beobachtung seiner
Umgebung, wo es überall an Geldmitteln fehlte, um die überschüssige
Naturkraft zu verwerten, und er läßt sich dadurch verleiten, dieses
allgemein vorauszusetzen. Das Verhängnisvolle der Generalisierung
der lokalen Beobachtung für die Wissenschaft tritt hier schlagend
1erroar