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destill. Alkohol pro 100 kg 100 Fres, (bisher 25 Fres.)
Handschuhe „ 100 „ 2000 „ (bisher 7°/ 0 ad valorem
i. e. circa 280 Fres.)
Lederschuhe „ 100 ,, 1000 „ (bisher 90 Fres.)
und so fort in ermüdender Absurdität! Zugleich mit diesem
Popanz, der als Schreckbild hingestellt ist, verweigert Rumä
nien die natürlichsten, fast selbstverständlichen Dinge, wie
das Recht der Meistbegünstigung etc. Will dann der andere
Compaciscent diese zollpolitischen Barricaden demoliren, so
kann dies nur durch Concessionen von seiner Seite geschehen.
So trifft es auch diesmal zu. Oesterreich-Ungarn soll und
wird wahrscheinlich auch diesmal auf Tarifpositionen und
Abmachungen in verschiedener Richtung verzichten, um von
Rumänien schliesslich nur das zugestanden zu bekommen,
was uns nach Recht und Billigkeit gebührt. Jede mehr
oder weniger absurde Forderung, respective Verweige
rung Rumäniens an uns bezweckt einfach den Anspruch
auf die Gewährung irgend einer handelspolitischen Con
cession unsererseits durchzuse^zen. Nur dann — gibt es vor —
wenn wir ihm da und dort nachgeben, würde es diese oder
jene (ohnedies nie durchführbare) Massregel unterlassen.
Zur Führung der Vertragsunterhandlungen unter solchen
Umständen wäre der Österreichischen Regierung ebensosehr
die Entschlossenheit des Grossstaates, als den betheiligten
Kreisen unserer Bevölkerung Bedächtigkeit und Ruhe zu
wünschen. Jede Furchtäusserung unsererseits muss ja die
andere Seite noch mehr ermuthigen in ihrer Methode, die
weitestgehenden Ansprüche zu fingiren.
Rumänien fordert von uns als wichtigste Zugeständ
nisse, wenn anders es uns nicht sofort den Zollkrieg erklären
soll, Aufhebung des gegenwärtig bestehenden Vieheinfuhr
verbotes und Weitergewährung der bisher bestandenen Zoll
freiheit rumänischen Getreides. Inwieweit diese Forderungen
einer Verwirklichung zugeführt werden können, oder ob sie
a limine abzuweisen sind, wollen wir im Folgenden sagen.