3, Titel: Miete. Pacht. S 573,
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Bd. 10 S. 170, abweidhend anfcheinend Kipr. d. DLG.
(Rammerger.) Bd. 13 S. 378. ,
Wenn nach Pfändung der Mieten die Zwangsverwaltung
auf Antrag eines Hypothekenglüubiger3 eingeleitet wird und
diefer Rp bei der ED BwangSverfteigerung
das Orundftü Sn fo lebt die Pfändung durch den Zufchlag
mieder auf, vgl. hierüber RGS, Bd. 64 S. 415 ff.
Hinfichtlih der Kollifionen hei einer Zwangsver mal:
tung ES ferner aus der Praryis: NOS. Bd. 59 S, 88,
Zentral-Bl. Bd. 6 S. 367, Rıpr. d. DLG. (Cammerger.) Bd. 12
S. 69, fowie auch Bd. 8 (Dresden) S. 399.
dr Bayern vol. hin]. der NebergangsSzeit Steiner,
ayr. 3. f. N. 1905 S. 161.
Da $ 573 für alle NASE alt, fo muß er auch für
jene zutreffen, die der Vermieter mit dem Mieter im Wege eine8
RechtSgefchäfts getroffen hat. Die8s folgt au3 der allgemeinen
Hajlung des $ 573. (Chenfo Dertmann Bem, 2, a zu S 573, Mittel-
Itein ©, 497, Zimmermann S. 33.) Ein weiterer Schuß des Mieters
liegt in S 574.
Nicht unter den Begriff der Verfügung fällt eine Mbänderung des
Miietbertrags, wodurch die Mietzinsforderung beeinflußt wird; eine
jolde muß gegen den Erwerber wirkjam ein, da diefer an den
Snhalt des Mietvyertrag3 gebunden it. Val. Hbrigen3 auch
3 574 Sag 2.
3. Da3 Gejeß macht im Den folgende Unterfeheidungen, mobei dem Momente,
a ber Srmerber die fraglide Verfügung gekannt hat, eine befondere Bedeutung
zufommt:
a) Sit die Dexfügung vor dem EigentumSübergange — wenn auch erft nach
Vertragsabfchlulle 0). oben 2, a) — getroffen worden, ohne daß der Cr-
werber zur des EigentumSübergangs hievon Kenntnis
erhält, jo fol fie gleidwohl infoweit wirfjam D. h. vom Erwerber und
vom Mieter zu beachten fein, al {te fichH auf den Mietzin8 Für ‚Da3 zur
Beit des EigentumSübergangs laufende und das Ka RAalendervdiertel-
2 0 Ey Beiden von vertragsmäßigen Heitabichnitten, 1. oben 2, b)
ezieht a .
Selbitverftändlih kann fih diefen Falles der Erwerber an den Ber.
mieter wegen Schabenserfaß aus dem Verkaufe halten. Val. oben I a. €.
Sm Übrigen erwartet das Gefeß eine wefentlidhe Gefährdung des
ErwerbersS hHauptfächlih um deswillen nicht, weil diefer meift in der Lage
ijt, fcbon bevor er mit dem Vermieter abfchließt, fid durch Erkundigung
bei dem Mieter darüber zu vergewiljern, ob eine Vorausverfügung der
bezeichneten Art getroffen ijt. (D. 78.)
Sit die Verfügung vor dem Eigentumsübergange getroffen worden und
fennt fie der Erwerber zur Zeit des Cigentumsermwerb8, {o
muß Ten Erwerber ohne jede zeitlidhe Schranke gegen lich
gelten Taffen.
Ä Bu betonen ift, daß auch für die Hier (nad a und b) maßgebende
Kenntnis bzw. Unkenntnis des Crwerberg der Zeitpunkt der Cigen-
tumöübertragung der maßgebende ift (vgl. N. IL, 146). Woher der
Erwerber diefe Kenntnis erlangt hat, ift hier (im Gegenlabe zu & 571 Abi. 2
Sag 2) gleidhgültig.
Sit die Berfügung nach dem Eigentumsiübergange getroffen worden, fo iM
Ne unmirkfam, denn dem Vermieter fteht von da ab keinerlei Verfügungs-
recht mehr zu. Eine Modifikation diefer Kegel zugunften des autgläubigen
Miieter5 ergibt ih aus den folgenden Varagraphen.
, ‚4. Die Beftellung eines NiekhbraudhS an einem Orundftück als Jolche für ich allein
it nicht als eine Verfügung des Cigentümer8 über die Mietszinjen im Sinne des S 573
zu erachten, bal. Bem. 2, d zu S 1124, {owie ferner Bl. f. N. 1. Bez. d. Raummerger. 1909
S. 63. Val. aber auch 8 577 mit Bem. 11, 1 und 579 mit Bem. 1, c, ferner OLG, Dresden
in Senf. Arch. Bd. 65 Nr. 92, Rıipr. d. DLG®. (Düffeldorf) Bd. 20 S. 120.
S, Auf Verfügungen, die erft nach dem Nebergange des Eigentums getroffen
werden, bezieht fih S 573 überhaupt nicht; fie find der Megel nach unwirkffam, foweit
nicht etwa $ 574 ein]chlägt val. Dertmann Bem. 3).
Staudinger, BSB, Ia (Schuldverhältniffe. Kober: Miete. Baht), 5/6. Null,
D