Object: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

400 
SPANIEN. — Militär. 
Heere. Im Mai 1859 ward Anordnung getroffen, um bis zu 100,000 
Mann wirklich ins Feld stellen zu können, ungerechnet 40,000 in den 
Colonien. In wenigen Monaten folgten zu diesem Behufe 1859 drei 
Aushebungen, zus. von 100,000 Mann. Auch mobilisirte man während 
des marokkanischen Krieges 00,000 Mann Provincialmiliz. — In den 
10 Jahren 1852—01 wurden 270,239 M. ausgehoben: davon kauften 
sich 47,323 los. Die Zahl der frei will. Eintrite oder Wiedereintrite be 
trug indess nur 33,071. (Im J. 1861 zählte man 6334 freiw. Eintrite; 
davon 5082 gegen Einstandsgeld, 1252 ohne solches). Ende 1861 war 
der Staatsschatz mit 75 082,415 R. Capital für die Einsteher belastet. 
Der Formationsstand war anfangs 1862 : 
Infanterie; 41 Linienreg. zu 2 Bataill. ; 20 Jägerbat., 80 Bat. Pro- Mann 
vincialmiliz, zus. 70,484 im activen Dienst u. 57,012 in der Reserve = 128,000 
Cavallerie: 4 Reg. Cürassiere, 8 R. I.anciers, 4 Reg. Jäger, 3 R. 
Husaren, zu 4 Schwaur. ; dann 2 leichte Jäger-Schwadr. etc. . . . 13,009 
Artillerie; 5 Reg. zu Fuss, 5 Fijo-Bataill. zu Fuss, 5 Reg. fah 
rende, 1 Reg. reit., 1 Reg. Gebirgsartill 12,329 
Genie; 2 Reg. von 2 Bataill 4,016 
Hiezu: Königl. Hellebardiere 283, Miliz auf den canarischenInseln7320, 
Gendarmerie [yuardia civil'j 9844, Grenzwächter [carabmieros) Infant. 11,039, 
Cavall. 1259, Marinecarab. 004 , catalon. Corps 500 etc. Im Ganzen wird ein 
Militärstand aufgeführt von 230,300 M. Doch ist dies blos die Formationsstärke, 
mit Einrechnung von Miliz, Gendarmerie und Zollwächtern; bei den Fahnen 
sind etwa 100,000. —Eine nicht unbedeutende Militärmacht befindet sich in 
den Colonien, abgesehen von den Truppen, welche zur Unterwerfung St. Do 
mingo’s abgesendet wurden. Auf Cuba standen nach den officiellen Eisten am 
31. Dec. 1850 8 Reg. Infant, (zu 2 Bataill.), 3 Bataill. Cazadoren (Jäger), 2 R. 
Cavall., 1 Reg. Fuss- und 1 ditto Gebirgsartillerie, dann noch versch. Special 
corps, zus. 23,920 M. ; gleichzeitig 3000 M. bei der Marine (32 Schifte mit 308 
Kan.) —Auf Puerto-Rico hatte Spanien 1800: 1 Reg. Inf., 1 Bat. Cazad., 
1 Brigade Artill. etc., zus. 3393Mann. —Auf den Philippinen (1800: 10 R. 
Infant., 1 Cavall., 2 Brigad. Artill., zus. 10’923 M. — Dies ergibt 38,245 M. 
Festungen. Spanien besitzt deren viele ; die bedeutendsten sind : 
a) am biscayischen Meere: Fuentarabia, San Sebastian, Santona, 
Santander, los Passages, Ferrol, Coruna, Vigo, Toro ; 
b) an der portugies. Grenze: Ciudad Rodrigo, Bajadoz, Olivença; 
c) in Andalusien und am Mittelmeere: Cádix, Tarifa, San Rmpie 
(gegen-Gibraltar), Malaga, Vélez-Málaga, Alméria, Cartagena, Alicante, Castell 
von Valencia, Murviedro, Tarragona, Barcelona, Rosas ; 
d) gegen Frankreich: Figueras, Urgel, Puycerda, Pampeluna, Gerona, 
Hostalrich, Manresa, Eerida, Tortosa, Mequinenza, Zaragoza; 
e) auf den Inseln und in Afrika: Palma, Port Mahon, Ceuta. 
Marine. Ende 1863: 
a) Schrauben-Dampf ei- ; 7 Panzer-Fregatten von 30—10 Kan., 11 Holzfre 
gatten von 38—50, 5 Corvetten, 21 Schooner, 18 Kan.-Schaluppen, S Trans 
portfahrzeuge, zus. 70 Schraubendampfer mit 780 Kan. 
b) Riiderschiffe; 3 zu 16 Kanonen u. 500 Pferdekr. ; — 8 zu 6 K. u. 350 ; 
— 1 zu 5 K. ; — i zu 4, 11 zu 2 K. u. 230 ; — 2 zu 1 K u. lOOPfkr. ; — 1 Trans 
portschiff von 500 Pferdekr., zus. 26 mit 120 Kan. 
c) Segler; 2 Liniensch. von 86 u. 84 Kan. ; — 1 Fregatte v. 42; — 8 Cor 
vetten V. 12—30; — 15 kleinere; zus. 26 Segler mit 376 Kan. 
Total 123 Fahrzeuge mit 1285 Geschützen u. un gef. 22,000 Pferdekraft. 
Die Bemannung ward 1861 angegeben zu: 1121 üfficiere , 189 Rechnungs 
beamte, 93 Mechaniker, 12,986 Matrosen, 7980 Marinesoldaten, 539 M. Arse 
nalwache. — Ende 1861 waren als dienstpflichtig in den Listen der Marinecon- 
scription 89,831 M. eingetragen, von denen 1 1,024 wirklich eingereiht waren, 
78,807 aber sich ausser Dienst befanden (meistens auf der Handelsflotte).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.