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am 10. Juli 1854 eingesetzt wurde, um die Anklagen über
Bestechungen zu untersuchen, berichtete: Die Unterzeichneten
glauben, daß durch Zeugenaussagen klar festgestellt
ist, daß Geld reichlich benutzt wurde, um das
Durchgehen von Vorlagen sicherzustellen, und sie glauben
durchaus, daß noch viel mehr Beweise hätten verschafft
werden können, wenn der Kommission Zeit gelassen worden
wäre, eine gründlichere Untersuchung der "Tatsachen vorzunehmen?!).
Die unternehmenden Fabrikbesitzer
Die Kommission fand heraus, daß Samuel Colt, der
Gründer eines auf der Fabrikation von Feuerwaffen beruhenden
Vermögens, an Dickerson, seinen Advokaten, und
einen seiner Lobbyisten bei einer Vorlage zur Verlängerung
seiner Patentrechte, deren Frist abgelaufen war, wenigstens
15 000 Dollar zur Bestechung der vorhandenen Opposition
im Kongreß gezahlt hatte. Die Zeugenaussage zeigte, daß
alles in allem ungefähr 60 00o Dollar zur Durchsetzung
der Vorlage ausgegeben worden waren. Ein anderer Lobbyist,
Jere Clemens, der auch die Verteilung von Colts Bestechungsgeldern
besorgte, war, wie er unter Eid zugab, gleichzeitig
Lobbyist für verschiedene Eisenbahngesellschaften,
die Landbewilligungen nachsuchten, und für eine Vorlage
ähnlich der Colts zur Verlängerung der Patentrechte für
oin notorisch bestechlicher New Yorker Stadtpolitiker und erwarb gerade zu jener
Zeit bedeutende Summen durch betrügerischen Landverkauf an die Stadt New York
zu enorm hohen Preisen. („The History of Tammany Hall“, S. 216.) Lowber
verkaufte bei einer dieser Gelegenheiten auf ungesetzliche Weise Land an die Stadt
New York für 196 000 Dollar, die der Kontrolleur sich zu zahlen weigerte mit der
Begründung, daß diese Summe fünf- oder sechsmal größer sei als der Wert des Landes.
Lowber erhielt vor Gericht ein Urteil gegen die Stadt und war im Jahre 1858,
3ls der Revisor sich weigerte, ihn zu befriedigen, im Begriff, die Stadthalle von New
York durch Auktion verkaufen zu lassen, als Bürgermeister Tiemann das Verfahren
anhielt und die notwendige Summe aufbrachte. Immerhin waren die Gemälde und
Standbilder der Stadthalle bereits verauktioniert und von dem Sekretär Tiemanns
gekauft worden.
Andere Beamte der Minnesota- und Northwestern-Eisenbahngesellschaft waren
ebenso notorische New Yorker Lobbyisten (Leute, die den Vorsaal des Kongresses
besuchen, um Mitglieder zu beeinflussen) und gewohnheitsmäßige Bestecher.
1) Reports of Committees, 33. Congress, First Session, Bd. 3, Report Nr. 352, 35.