Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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einen solchen Lärm, daß das Repräsentantenhaus sich ge- 
zwungen sah, einige Untersuchungen anzustellen. Nach 
den schriftlich niedergelegten und wiederholt ausgesproche- 
nen Beschuldigungen Benjamin E. Greens, einer politischen 
Persönlichkeit dieser Zeit, hatte Corcoran öffentliche :Be- 
amte in weitgehender Weise bestochen, um aus der Ver- 
waltung von Geldern der Vereinigten Staaten und durch 
Spekulation mit ihnen große Summen zu gewinnen. Durch 
den Vertrag von Guadulupe Hidalgo hatten die Vereinig- 
ten Staaten eingewilligt, an Mexiko für ein nach dem mexi- 
kanischen Kriege abgetretenes Territorium eine große Ent- 
schädigungssumme zu zahlen. Ein Teil dieser Summe war 
bis zum Jahre 1850 bezahlt worden, aber eine bedeutende 
Summe war noch zu entrichten. Mexiko brauchte das 
Geld sehr notwendig und schlug vor, daß die Vereinigten 
Staaten es ohne die Vermittlung von Bankhäusern direkt 
an die mexikanische Regierung zahlen sollten. Green er- 
hob den Vorwurf, daß Corcoran den Vorsitzenden der 
Kongreß-Budgetkommission, Thomas H. Bayly, bestochen 
habe, den Vorschlag Mexikos fälschlich so darzustellen und 
die Angelegenheit so zu leiten, daß die Firma Corcoran 
& Riggs zum Vermittler des Geschäfts gemacht würde. 
„Bayly,“ so lautete Greens Beschuldigung, „hatte alle Ge- 
setzesvorlagen für Geldbewilligung in seiner Hand, und Cor- 
coran hatte an den meisten direktes oder indirektes Inter- 
esse?).‘“ Corcoran erhielt auf diese Weise die Verwaltung der 
Entschädigungsgelder und machte bei diesem Unternehmen 
einen Profit von ungefähr 500 000 Dollar?). Eine beson- 
ders eingesetzte Kommission des Repräsentantenhauses 
gab sich den Anschein, die gegen Bayly erhobene Beschuldi- 
gung zu untersuchen, und berichtete am 3. August 1854 
über den Fall als „nicht bewiesen“. 
Der Gardiner-Mears-Schwindel 
Gerade zu derselben Zeit war Corcoran auch in eine 
Untersuchung der Gerichtskommission. des Hauses ver- 
1) Reports of Committees, 33. Congress, First Session, Vol. 3, Rep. No. 354, 4. 
2) Ebenda.
	        
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