Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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wickelt — einer Kommission, deren Mitglieder zum großen 
Teil selbst bestechliche Politiker waren. Der Vorgang, 
Jen sie nach dem Beschluß des Hauses vom 6. März 1854 
antersuchte, war der große Betrug, den George H. Gardiner 
und John H. Mears gegen die Regierung der Vereinigten 
Staaten verübt hatten. Durch Meineide, gefälschte Er- 
klärungen und Bestechung erlangten diese beiden Männer un- 
ter der Vorspiegelung, daß ihnen gehöriger Besitz in Mexiko 
während des mexikanischen Krieges zerstört worden sel, 
von der Regierung der Vereinigten Staaten 581 000 Dollar. 
Nachdem das Geld bewilligt worden war, wurden die dem 
„verblüffenden Betrug“ (wie eine Kommission des Hauses 
sich ausdrückte) zugrunde liegenden Tatsachen öffentlich 
“ekannt. Sowohl der Senat wie das Repräsentantenhaus 
antersuchten den Vorgang; eine Senatskommission berich- 
zete, daß die Ansprüche „falsch und fingiert und die 
zuerkannten Zahlungen durch gefälschte und nachge- 
machte Papiere erlangt seien!)““. 
Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten wurde durch die 
Enthüllung dieses kühnen Schwindels in die heftigste 
Aufregung versetzt, und der Kongreß hatte wieder einmal 
einen krampfhaften Anfall tugendhafter Neugier. Ein 
Beschluß ging durch, der die Zurückforderung des an Gar- 
diner und Mears ausgezahlten Geldes verlangte. Aber waren 
diese Männer die wirklichen Empfänger? Wer hatte das 
Geld tatsächlich erhalten? Wer waren die Hauptpersonen, 
die hinter dem Betruge standen? Das waren Punkte, die 
arforscht werden mußten, 
Nach dem Ergebnis der Untersuchung schien es, daß eine 
Gruppe von Bankiers und Politikern hinter dem Betruge 
standen. Möglicherweise hatten sie ihn angeregt, obgleich 
diese allgemeine Annahme nicht bestätigt wurde. Die 
Zeugenaussagen zeigten jedoch, daß zu der Zeit, als die 
gefälschten Zeugnisse hergestellt wurden, zur erfolgreichen 
Durchführung des geplanten Betrugs sehr dringend Geld 
gebraucht wurde. Zu diesem Zeitpunkt trat Corcoran in 
den Vordergrund. Er lieh als Betriebskapital zur Förderung 
des Betrugs 18750 Dollar, obgleich er vor der Untersuchungs- 
1y U. S. Senate Report No. 182, 1854.
	        
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