Object : Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Die  Temperaturgrade  in  den  Siedepfannen  sind  folgende:
Feinsalz  108°  6
Mittelfein  95-96°  „
Mittelgrob  68-70°  „
Grobsalz  60“  „
Der  Ertrag  oder  das  Ausbringen  auf  1  qm  Pfannenfläche  bei  24-stündigem
Betrieb  zeigt  nachstehenden  Umfang:
Feinsalz  100—112  KZ
Mittelfein  55—  60  „
Mittelgrob  20—  25  „
Grobsalz  9—11  „
Die  Lagerzeit  des  Salzes  auf  dem  Pfannenmantel  zum  Abtraufen  beträgt  bei:
Feinsalz  24  Stunden
Mittelfein  24  „
Mittelgrob  48
Grobsalz  96
Die  Lagerzeit  auf  der  Trockenpfanne  dauert:
Feinsalz  12  Stunden
Mittelfein  12  „
Mittelgrob  24  „
Grobsalz  48  „
Die  geringere  Stundenzahl  auf  der  Trockenpfanne  ist  dadurch  bedingt,  daß
man  nur  ein  halbes  Soggewerk  auf  die  Pfanne  bringen  kann,  da  sonst  die
Schichten  des  Salzes  zu  dicht,  und  zu  schwer  trocken  würden.  Die  Ausbreitung
des  Salzes  erfolgt  mittels  Rechens;  das  Feinfalz  wird  außerdem  gewalzt.  Die
Produktion  der  drei  Dampfpfannen  und  der  Rauchgaspfanne  besteht  lediglich  aus
Grobfalz.  Das  Produktionsergebnis  ist  hier  auf  1  qm  Pfannenfläche  etwa  5
bis  6  kg  Salz  bei  12-stündiger  Schicht.  Die  Halbschicht  entsteht  dadurch,  daß
der  Betrieb  während  der  Nacht  ruht.  Während  des  Siedens  setzt  sich  im  Laufe
der  Zeit  auf  dem  Boden  der  Pfanne  sogenannter  Pfannenstein  an,  der  in  bestimmten ­
  Zeiträumen  gebrochen  werden  muß.  Auf  der  Feinsalzpfanne  muß  das
Schöpfen  und  Brechen  des  Pfannensteins  alle  8  Tage  vorgenommen  werden;
bei  den  Grobsalzpfannen  genügen  2  Monate,  während  für  die  Mittelsorten
entsprechend  kürzere  Zeiträume  zu  beobachten  sind.  Beim  Trocknen  neigt  das
Salz  leicht  dazu,  sich  zusammenzuballen  und  Knörpel  zu  bilden.  Es  wird  daher,
um  dem  Salz  eine  gleichmäßige  Körnung  zu  verleihen,  dessen  Siebung  notwendig. ­
  Zu  diesem  Zweck  hat  man  in  einem  Anbau  zwischen  den  Siedehäusern  I
und  II  geeignete  Siebe  untergebracht,  die  folgende  Lochungen  zeigen:
Feinsalz  1—2  mm
Mittelfein  3  „
Mittelgrob  5—6  „
Grobsalz  10  „
Das  Salz  wird  den  Sieben  durch  Wagen  von  den  Trockenpfannen  zugeführt
und  zwar  werden  die  Wagen  durch  einen  Aufzug  in  das  obere  Stockwerk  der
Saline  befördert,  von  wo  aus  die  Entleerung  auf  die  Siebe  erfolgt.  Das
durchfallende  Salz,  sowie  der  lieberfall,  also  das  auf  dem  Sieb  verbleibende
Salz,  wird  in  Wagen  gesammelt.  Der  Ueberfall  wird  nochmals  durch  einen
besonderen  Mahlgang  zerdrückt  und  dann  abermals  gesiebt.  Die  Wagen  mit
dem  fertig  gesiebten  Salz  werden  mittels  eines  Fahrstuhls  auf  die  das  Bahngeleis ­
  überspannende  Brücke  befördert  und  von  hier  dem  Kochsalzmagazin  zugeführt, ­
  wo  die  Entleerung  der  Wagen  erfolgt.  Die  Verladung  des  Kochsalzes
geschieht  teils  lose,  teils  in  Säcken.  Soll  die  Verivendung  zu  Viehsalz  erfolgen,
            
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