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Stündliche Selbstkosten einer Dicktenhobelmaschinenarbeit
(Hobeln) 1 ).
I. Anschaffungspreis der Maschine (600 mm Breite)
Riemen (anteilig)
II. Betriebskosten:
5°/o Verzinsung auf 2600 Mk.
10°/« Abschreibungen „ 2000 „
25°/o Abschreibungen „ 600 „
Antriebskraft 4 PS, 2500 Arbeitsstunden zu 8 Pfg. .
Schmiermittel, Putzmittel
Verbrauch an Hobelmesser, Schärfmittel
Arbeitsplatzmietswert, Licht, Heizung
Reparaturen
Feuerversicherung
Zwangsversicherung . ,
Steuern, Lasten
Gehaltsanteil des Betriebsführers
Hoblerlöhne
Löhne für Hilfsarbeiter
2500 Jahresarbeitsstunden
. 2000 Mk.
2600 Mk.
. Mk.
130
200
150
480
. Mk.
800
104
120
165
65
1254
. Mk.
35
76
25
200
336
2400
1800
4200
Kosten 6270
250 für Nebenarbeiten (Messerauswechseln, Maschinenanlauf, Stockungen
in der Werkstoffzuführung . . . .)
2250 zu verrechnende produktive Arbeitsstunden.
Selbstkosten für 1 Stunde =» 2,79 Mk. Betriebsunkosten, 1,72 Mk.
stündlich.
Leistungsvorschub 1 ‘/a laufende Meter in 1 Minute, Breitenausnutzung ’/s = 40 cm,
gibt 1,5.40.60 = 36 qm stündlicher Hobelfläche; 1 qm = 8 Pfg. Selbstkosten.
Nach der Lohnzuschlagsmethode (3870:2400) wären etwa 162 °'o zu rechnen.
(Vgl, auch das Beispiel im VII. Abschnitt, Textilindustrie.)
Die Umrechnung der Stundenkosten in Lohnpro
zente zeigt das nachstehende Beispiel eines kleineren Betriebes:
Maschinensaal, durchschnittlicher Akkordstundenlöhn
125 Pfg.
Teuerungszuschlag . ... j .. . 40 Pfg. = 32 o/o
Schmiermaterial 20 „ = 16 „
Heizung, Beleuchtung 10 „ = 8 ,,
Kraft verbrauch 30 „ ='24.
Verschleiß der Maschinen, Werkzeuge . 40 „ = 32 „
Verzinsung des Anlagekapitals
7o/o von 60000 = 4200 Mk 30 „ = 24 „
3 Hilfsarbeiter auf je 5 Mann .... 80 „ = 64 „
Betriebskosten stündlich 250 Pfg. = 200% des
Lohnes.
‘) Der Holzverkäufer, 13. April 1917, S. 195.