21, Titel; Anweifung. Vorbemerkungen. 1471
dem Adrefjaten Gelder zu erheben. Er enthält regelmäßig ein beftimuntes
Simitum, bis zu welchem die altreditierte Rerfon erheben darf. Val. Bem. 7
ix 8 778 und die dort ermähnte Literatur und Praxis. Val. hiezu ferner auch
Raufmann, Marburger Diff. 1907, die Maujel: rebus sic stantibus S. 49 ff.
und Danz, Bank-Arch. Bd. 6 S, 37 ff.
Zür den Schenk find nunmehr die Voridhriften de RG. vom 11. März 1908
NOVBL S. 71 ff; Scheckgefep) maßgebend. Die wefentliden Erfordernifie
2ine3 Sched3 zählt S 1 jenes Gefege8 auf. Sofern der Sched eine Angabe
über den Zahlungsempfänger nicht enthält, gilt er al8 auf den Inhaber geftelt
$S 4). Die 88 783—792 BGB. find auf den Sched infoweit anzuwenden, als
nicht die Vorfchriften des SchedgefeßeS ober die rechtliHe Natur des Schedf3
m einzelnen widerfprechen, insbe]. ift der Sab anzumenden: Anweifung ift
feine Zahlung (SS 783, 788 BGB.). Von der Anweijung im Sinne der
38 781 ff. unterfheidet fih der Schek nach Maßgabe des Schedgefeße8 hHaupt-
'ächlih darin, daß er kein Akzept berirägt (S 10 Sdhed®.) und nicht widerrufen
‘verben fann, wenn er einmal au8 der Hand des Ausfjteller8 begeben wurde
und die VBorlegungSfrift noch nit abgelaufen {ft (8 13), ferner durch feine Be:
‚iedung auf ein Bankguthaben (SS 2, 3) und durch jeine EinjOränkung auf
:#ine Geldfumme (S 1 Nr. 1, 88 3, 14), dur die Möglichkeit der Ausftelung
auf den Inhaber (S& 4), durch die vobligatorijche Auf-Siot-Stelung (8 7) und
yurd die gefeblihe Einfjhränkung der Vorlegungsfrift. Val. hierüber Gareis,
Das deutfhe HandelSreht S 68 und & 107 a.
x) Au8 der früheren Literatur über Schedfrecht vgl. insbefondere Koh in
Bufch, Arch. f. OR. Bd. 37 S. 85 ff., Bd. 43 S. 1928 fj., Kuhlenbed, Der
Sched, jeine mwirt{haftlide und juriftilhe Natur, zugleich ein Beitrag zur
Sehre vom Gelde, vom Wechfel und der Girobantk, ferner v. Canftein,
Scheck, WechHjel und deren Dedung, 1890 S. 62 ff. und Kein in D. SIur8.
1903 6. 37 ff., fowie Düringer-Gachenburg Bd. II S. 442 und 378, Simon:
'pdn, Bank-Arh. Bd. 4 S. 70 ff., 82 ff. und Gruchot, Beitr. Bd. 50
S, 45 ff., Hoffmann dafelbit S, 130 ff.
Yeber den Sohekdgefeßentwurf bvbal. insbej. Rieffer, Das Bez
dürfnis nad einem deutjhen Schedgefeg, 23. 1907 S, 81 ff, und im
Bank-Arch. Bd. 6 Nr. 21 und 22; SElgbacher, D. Sur.8. 1907 S, 441,
Breit im Jächt. Arch. 1907 S. 464 ff. und in Bl. f. RA. Bd. 73 Nr. 2 und 3
ind Dgl. weiter die bei Warneyer Bd. 6 zu 8 783 Zufammengeftellte
Siteratur. Aus der Krarxis vgl. Seuff. Arch. Bd. 42 S, 184 (Haftung
jer Schedfunden dafür, daß die Formulare nicht in die Hände Unbefugter
gelangen), ferner Bd. 61 Nr, 245, Ripr. d. OLG. (Hamburg) Bd. 12 S. 47,
Zum Schedgefeße felbft vgl. Breit, Bl. f. RA. Bd. 73 S, 672 ff.
Babvlicek, Goldihmidts Ztichr. Bd. 63 S, 19 ff. und die Kommentare zum
Yelep, ferner Gareis, Daz deutfhe Handelsrecht $ 107 a, aud Slorad,
deber Haftung und Erfaßanfprüche aus dem Schedverkehr, DBayr. 3.f. N.
1909 S, 309 ff.
Der She {ft nach der einen Anficht (fo Yakobi, Wertpapiere S. 295
Ynm. 2) Fein eigentlides Inhaberbapier, aud wenn er die Inhaber:
Maufel trägt, da er einerjeit® ein Recht vor der Ausbezahlung gar nicht
verbrieft, anderfeit3 das Veripredhen nicht dem Inhaber geleiftet wird,
jondern einer beftimmten Berfon. Zahlung an den Inhaber befreit
nur. Für den Inhaberichen f. aber jegt 8 4 Sched®., Merzbader Bem, 5
Diez, fJowie Bem. VI zu 8 808. Jedenfalls ft er in die Kategorie der
‚gezogenen Geldpapiere“ zu ftellen, val. Garei8 a. a. D. 8107a
e)