hat der Großteil der kriegführenden Staaten die Goldwährung
verlassen, wodurch eine Entwertung des Goldes
als Ware eintrat, da es für Währungszwecke nicht
begehrt wurde; die Rückkehr in der Nachkriegszeit zu
normalen Wirtschaftsverhältnissen verursachte, daß
die einzelnen Staaten sukzessive seit den Jahren 1924
bis 1929 zum Goldstandard zurückzukehren begannen,
was wieder eine erhöhte Nachfrage nach Gold hervorrief,
die durch seine Anhäufung besonders in den Vereinigten
Staaten und in Frankreich gesteigert wurde.
Nach den von den wissenschaftlichen Fachkreisen gewonnenen
Erfahrungen soll der jährliche Weltzuwachs
an Gold 3.15 Prozent*) der Vorräte betragen; falls dieser
Zuwachs kleiner ist, wie es sich nach dem Kriege
zeigte, hat dies zur Folge, daß die Preise sinken. Auch
diese Erscheinung hat die Präsumption bestätigt, daß
die Ursache der Krise und Preissenkung auf der Seite
des Goldes ist. Als weiteres charakteristisches Symptom
dieser Präsumption wurde weiter der Umstand angeführt,
daß die Preissenkung allgemein ist. Die Beein-Elussung
der Preise durch das Gold zeigte sich in einem
jähen Sturz der Preisindices.
Einen genaueren Beweis dieser Tatsache versuchten
die amerikanischen Professoren Warren und Pearson zu
erbringen, welche ein großes wissenschaftliches Institut
zur Verfügung hatten. Dort beschäftigten sie sich mit
der Beobachtung des Preisniveaus und seiner Einwirkung
auf die Wirtschaft, weiters des Einflusses des Goldes
auf das Preisniveau nicht nur im ganzen neunzehn-*)
Siehe den Bericht der Golddelegation des Finanzausschusses
des Völkerbundes 1932 S. 40.
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