giebige Abstriche in den Ausgaben in der Höhe von
rund 1.700 Millionen KG. Das so zustande gekommene
Budget bezeichnet allerdings selbst der Finanzminister
als Notvoranschlag und die staatliche Kassenwirtschaft
wird mit Mühe und Not auf Vorschuß teilweise aus den
Mitteln geführt, welche durch die Arbeitsanleihe gewonnen
wurden.
Schon bei der Behandlung des Voranschlages für das
Jahr 1934 war es der Finanzverwaltung klar, daß sein
Gleichgewicht eine weitere Drosselung des Wirtschaftslebens
zur Folge haben wird und daß man auf diesem
Wege nicht weiter gehen kann, denn von einer so gedrückten
Wirtschaft könnte man schwerlich die Erreichung
der Einnahmen erwarten, die zur Führung des
Staatshaushaltes notwendig sind. Es ist klar, daß die
Wirtschaft einen Anreiz zur Belebung braucht und daß
sie Hilfe benötigt. Dabei machte sich gegenüber der bisherigen
Mentalität einer Betreuung des einheimischen
Marktes die Meinung geltend, daß wir uns bemühen
müssen den Export zu beleben, wenn der nationale Wohlstand
sich verbessern soll, und daß dasselbe auch von
der Belebung der Weltwirtschaft gilt. Ein erhöhter Import
ermöglicht neue Importe und dadurch steigt der
Wohlstand nicht nur bei uns, aber auch in den Staaten,
mit denen wir in gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen
stehen.
Die Erkenntnis, daß wir mit einem großen Teil unserer
Produkte auf dem Weltmarkte zu teuer sind, führt
zu dem Gedanken, den Export durch Exportprämien zu
beleben, denn es zeigt sich, daß wir mit unserem Produktionsaufwand
trotz der getroffenen Maßnahmen in
al