deutende Preisunterschiede gegenüber den Ländern,
welche am Goldstandard festgehalten hatten. Diesen
letzteren wurde durch die erwähnten Maßnahmen begreiflicherweise
die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkte
bedeutend erschwert; darum ist z. B. Frankreich
teurer als England.
Um ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkte zu
stärken, behalfen sich deshalb einige Staaten durch verschiedene
Maßnahmen. Deutschland verwendete dazu
neben den Exportprämien die bekannten Scrips und
außerdem Papens Steuergutscheine, andere Länder Exportprämien,
direkte und indirekte (Steuerrefundierung,
Unterstützung der zentralorganisierten Produzentenverbände,
Unterstützung der Kreditversicherung u. ä.).
Auch bei uns machte sich das Bedürfnis fühlbar unsere
Exportproduktion zu unterstützen, da man zu der allgemeinen
Erkenntnis kam, daß wir mit unseren Erzeugnissen
auf dem Weltmarkte zu teuer sind. Da wir nun
ein so ausgesprochener Exportstaat sind, hielten wir
nicht nur unsere Zahlungsbilanz, aber auch unsere heimische
Wirtschaft, besonders die öffentliche Wirtschaft,
durch den Außenhandel im Gleichgewicht. Durch den
Exportniedergang wurde eine bedeutende Verringerung
der Einkommen bewirkt, was bei der verringerten Verbrauchskraft
der Bevölkerung auch eine Verminderung
der Produktion für den einheimischen Bedarf zur Folge
hat. Es setzt sich also die Erkenntnis durch, daß eine
Hebung des Exportes unumgänglich notwendig ist, falls
unsere ganze Privatwirtschaft belebt werden soll und
falls durch die Verminderung des Exportes unsere bisherigen
Absatzgebiete im Auslande nicht dauernd verlo-1A