vaal zu fördern, hat die Regierung nachträglich (siehe „De Wetten“
p. 25) beschlossen, dass auch an Schulen, in welchen die hollän-Jische
Sprache nicht als Medium dient, ein Staatszuschuss gezahlt
werde, falls dieselben einen nach dem Urteil der Inspektoren ausreichenden
Unterricht in der holländischen Sprache erteilen.
Durch das Gesetz Nr. 15, 1896, (siehe „De Wetten“ p, 43)
wich die Transvaal-Regierung von ihrem in Artikel I des Gesetzes
Nr. 8, 1892 ausgesprochenen Grundsatze dadurch ab, dass sie, um
len Kindern von „bedürftigen Eltern und Fremdlingen“ zu helfen,
bestimmte, dass auf den Goldfeldern Volksschulen auf Staatskosten
arrichtet und unterhalten werden sollten.
Die grösste Schwierigkeit bot die Beschaffung der nötigen
Lehrkräfte, . Ein Teil derselben wurde vom Oranje-Freistaat, der
Kap-Kolonie und Natal herbeigezogen, doch hatten diese Länder
“siehe „Verslagen“ p. 4) selbst noch Mangel an Lehrern, und viele
der dortigen Lehrkräfte waren auch der holländischen Sprache
nicht genügend mächtig. Man war daher darauf angewiesen, einen
grossen Teil der Lehrer aus Holland zu berufen.
Um den Zuzug von Lehrkräften zu erleichtern, wurde durch
las Gesetz Nr. 14, 1896 (siehe „De Wetten“ p. 35) bestimmt,
lass, solange die Landeskinder selbst noch nicht das nötige Con-:ingent
an Lehrern stellten, jährlich eine bestimmte Summe auf
Jas Staats-Budget gesetzt werde, um damit die Reisekosten der
vom Ausland berufenen Lehrer zu bestreiten, Trotzdem hatte der
Superintendent des Unterrichtswesens (siehe .Verslagen“ p. 4) im
Jahre 1898 noch zu berichten:
„Noch kürzlich musste ich den Freunden der Republik in
Holland, die sich in so selbstloser Weise für die Sache des Unterrichts
unseres Volkes bemühen, mitteilen, dass 36 Anfragen von
Bürgern nach holländischen Lehrern unerfüllt bleiben mussten.“ *)
Auch waren im Jahre 1898 (siehe „Verslagen“ p. 4) von den 836
Lehrern Transvaals nur 46 Prozent völlig qualifiziert. d. h. im Besıtze
ausreichender Lehrer-Certifikate.
*) „Nog onlangs moest ik den vrienden der Republiek in Nederland, die
zich zoo belangeloos voor de zaak van ons Nationaal Onderwijs beijveren, berichten,
dat er 36 aanvragen van burgers om Hollandsche onderwiizers onvervuld
waren.‘