Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

13

Die Durchschnittszahl der Schüler (siehe „Verslagen“ p. 7) in
den vom Staate unterstützten 509 Volksschulen belief sich im Jahre
1898 auf 13561, — bei einer weissen Bevölkerung von 245397
Seelen (siehe Staats-Almanak 1898 p. 36) —, und der Gesamtzuschuss
 des Staates in den Jahren 1892—1898 betrug („Verslagen“
p. 7) circa 6700000 Mark. Zu der genannten Volksschülerzahl
kommen noch für das Jahr 1898 (siehe „Verslagen“ p. 13) 540
Schüler in den vom Staate allein unterhaltenen Schulen auf den
Goldfeldern und 17 in einer Anstalt der Kap-Kolonie (Worcester)
untergebrachte taubstumme und blinde Kinder.
Auch auf dem Gebiete des höheren Schulwesens hatte man in
Transvaal vor dem Kriege bereits begonnen, doch man beschränkte
sich hierbei fast ausschliesslich auf Pretoria. Hier war der Sitz
der Regierung und der zahlreichen Regierungsbeamten, deren Kinder
ein grosses Contingent für das höhere Schulwesen stellten.
So bestand im Jahre 1898 in Pretoria (siehe „Verslagen“ p. 13)
die „Staats-Model-School“ mit 283 Schülern, welche über den gewöhnlichen
 Volksschulkursus hinausging und zugleich eine Seminar-Abteilung
 enthielt, .in welcher bereits einige Schüler zu Lehrern
herangebildet wurden. Ferner ging die „Staats-Meisjes-School“
mit 231 Schülerinnen über den Kursus einer Volksschule hinaus,
and das „Staats-Gymnasium“ mit 88 Schülern hatte einen Lehrplan,
 den man am besten mit dem unserer Realgymnasien verzleichen
 könnte. Auch mit der Einrichtung einer Hochschule, der
‚Staats-Mijnschool“, einer Art Bergbau-Akademie, die für das
Minenwesen in Johannesburg vorbereiten sollte, hatte man bereits
begonnen, doch zählte diese im Jahre 1898 nur vier Studenten.
Neben den genannten Schulen hatten sich in Pretoria und
Johannesburg, sowie in einigen Centralen des Landes noch einige
Privatschulen, meist in Verbindung mit den verschiedenen Kirchen,
gebildet, welche zum Teil für das Matrikulationsexamen der Kap-Universität,
 über das wir später sprechen werden, vorbereiteten.
Die meisten Eltern aber, besonders solche englischer Abkunft,
welche ihren Kindern eine höhere Schulbildung zu teil werden
lassen wollten, sandten diese entweder nach Europa oder zu dem
Grey College in Bloemfontien, dem South Afrikan College in Kapstadt,
 dem Victoria College in Stellenhosch. oder dem Diocesan
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.