Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

156

OESTERKKICH.  —  Militär  Landmacht).

die  Veranlassung  zur  Verwendung  von  Werthsobjecten  zu  Pfändern  würden, ­
  über  welche  der  Finanzverwaltung  gar  kein  Dispositionsrecht  zustehe«, ­
  und  als  Beleg  ward  die  Verjifändung  von  Papieren  angeführt
welche  dem  venez.  Amortisationsfonds  gehörten,  welchen  Vorgang  das
Abg.-Haus  bereits  als  ordnungswidrig  bezeichnet  habe.

Milkäi  H.
landmacht.  Bildung  des  Heeres.  Aushebung  nach  vollendetem
20.  Jahre  (m  der  letzten  Zeit  85,000  Mann  im  Jahre)  ;  8jährige  Dienstzeit ­
  im  activen  Heere,  dann  noch  2  Jahre  in  der  Reserve.  (Im  Jahre
18o4  wurden  im  Staate  NN  Fälle  von  Selbstverstümmelung  constatirt
um  sich  der  Militärpflicht  zu  entziehen.)  Stellvertretung  besorgt  der
btaat,  ausser  in  Kriegszeiten  (in  den  letzten  Jahren  betrug  die  Taxe
1200  fl.)  —  Das  Avancement  der  Gemeinen  zu  Officiersstellen  findet
selten  statt.  1851  zählte  man  4i)(Jl  adelige  und  10,  JOO  bürgerliche  Ofhciere.
  Unter  den  Ersten  103  Fürsten,  590  Grafen,  898  Barone,  570
10  800  Officieren  4229  Adelige,  namentlich  bei  der  Cavallcrie  1190  von
1/00,  bei  der  Artillerie  und  dem  Stabe  aber  nur  340  von  1700  )
Die  Armee  ist  der  Mannschaft  nach  äusserst  tüchtig.  1818  und  19  machte
sich  aber  die  Verschiedenheit  der  Nationalität  auch  im  Heere  geltend  •
ungarische  und  italienische  Truppen  schlossen  sich  der  Erhebung  in  ihrem
^eciellen  Vaterlande  an.  Auch  1859  gab  es  Anstände  dieser  Art
Der  Sold  ist  geringer  als  in  irgend  einer  deutschen  Armee.  Bis  1848
war  für  das  Sanitätswesen  schlecht  gesorgt,  so  dass  z.B.  der  Regimentsarzt ­
  seinen  Rang  nach  dem  letzten  Officiere  hatte,  wesshalb  es  an  tüchyn
  Aerzten  fehlte.  Seitdem  erfolgten  einige  Verbesserungen.  Die
erpflegung  war  im  feldzuge  von  1859  äusserst  mangelhaft.  Formation ­
  und  Stand:

80  Linien-lnfant.-Regim.,  zu  4  Rataill.  von  (I  Comp.  .
oo  zu  S  Rat.  von  5  Comp.  ;Tiroler  1
<12  Feldjäger-Jlataill.  von  0  Comp.  i  ■
14  Grenz-Infant.-Reg.  und  1  Titler  Grcnz-Inf.-Rat.
10  Samtäts-Comp
_  Gesammtstärke  der  Infanterie
12  Reg.  Cürassiere,  2  Reg.  Dragoner,  14  Reg.  Husaren  13
Reg.  Ulanen,  sämmtl.  zu  OKscadr.,  zus.  Cavallerie
12  Reg.  L  eldartillerie  zu  10  Batterien  von  4  Comp  1  Reg
Küstenartillerie  zu  3  Rataill.  von  4  C.,  1  Reg’  ]{aketeure
  zu  12  Batterien  von  3  C.,  zus.  Artillerie  mit
0,098  resp.  21,318  Pferden)
2  Reg.  Genie  zu  4  Rataill.  u.  0  Rataill.  Pionnière
Dazu:  48  Fuhrwesens-,  Transports-  undRrückenbe.spannungsescadronen
  ^
10  Gendarmerie-Regimenter  u.  Policeiwachtcor¡is
Total,  mit  Stab,  Garden  (781  M.j~etc7

im  Frieden
150,430
25,282
8,040
^  830
185,182
39,188

27,001
8,932
2,802
10,500

im  Kriege
331,230
40,022
55,598
2,858
430,008
41,802

50,300
14,028
22,070
10,500

5,100

570,749

aufgeführt
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.