Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Bayern  (Finanzen).

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I.  Staatsschuld  .  .  .
II.  Hof  (Civill.  2’350,580;
HI.  Staatsrath  .  .  .  .
IV.  Landtag
V.  Minist,  d.  Aeussem  .
VI.  -  d.  Justiz
VII.  a.  -  d.  Innern  .
b.  -  d.  Cultus  .  .

Ausgaben:
13’55G,37ö  I  VIII.  Minist,  d.  Handels  .  252,84b
2’995,(»ü4  I  IX.  -  d  Finanzen  .  879,712
74,905  X.  Staatsanstaltcn  *)  .  .  S’399,030
75,000  I  XI.  Zuschüsse  an  Kreisfonds  503,900
472,712  1  XII.  Militäretat  *)  .  .  H'415,000
3’373,192  :  XIII.  Landbauetat  .  .  774,003
l’ü50,000  ,  XIV.  Wwen-u.  Waisenpens.  710,000
99,037  XV.  Keichsreser\efonds  .  1’483,274
I  Zusammen  40'720,597

Ausserdem  ward  für  die  beiden  ersten  Jahre  der  Finanzperiode  ein
ausserordentl.  Militärbudget  im  Gcsammtbetrage  von  10’152,500  fl.  bewilligt, ­
  welches  durch  Anlehen  gedeckt  wurde.  Die  Zunahme  der  Staatseinnahmen ­
  über  den  Voranschlag  lieferten  die  Mittel,  um  von  IS®*,*
folg.  Etats  zu  erhöhen  •  Justiz  jährl.  178,708,  Inneres  205,300,  Staatsanstalten ­
  (Erziehung)  176,027,  Cultus  217,327,  Militär  (einschl.  Antlieil
  an  einmal.  Aufwand)  3  351,640,  zus.  4’  189,002  fl.  —  Die  Gesammtsumme
  des  Staatsbedarfs  stellt  sich  sonach  auf  50’009,590  fl.
Es  ist  zu  bemerken,  dass  die  Netto-,  nicht,  wie  anderwärts,  die
Uruttosummen  eingesetzt  sind,  wonach  denn  auch  eine  einfacheZiffergegenüberstellung,
  z.  B.  gegen  das  preussische  Budget,  als  unzulässig
erscheint  Um  obige  51  Millionen  in  die  Staatscasse  zu  liefern,  ist  die
Erhebung  von  ungef.  75  Mill,  erforderlich.  (Als  der  Finanzminister  den
Kammern  den  auf  46  058,525  fl.  gestellten  Budgetentwurf  vorlegte,  berechnete ­
  er  die  Bruttoeinnahme  auf  74’006,005,  worunter  allerdings  die
Betriebsausgaben  für  Salinen  und  Bergwerke  mit  4’874,771,  tür  Eisenbahnen ­
  mit  0’ÍM)5,000,  Post  2’131,170,  und  das  nun  ganz  beseitigte
Lotto  mit  3’872.S53.*

*)  Erziehung  und  Bildung  l'l  53,073,  kathol.  Cultus  1’24((,522,  protest.
433,023,  Gesundheit  289,850,  Wohlthätigkeit  218,111,  Sicherheit  1'304,504,
Industrie  und  Cultur  104,057,  Strassen-,  Brücken-  und  Wasserbau  2'954,887,
Leistungen  an  Gemeinden  95,481,  Steuerkataster  291),000,  Münzanstalt  11,328,
Glasmalerei  3,000.
*)  Active  Armee  9'500,000,  Gendarmerie  902,800,  topogr.  Bureau  50,000,
Zuschuss  an  den  Militär-Invalidenfonds  92,000,  Militär])ensionen  700,000,  für
ausserord.  Bedürfnisse  95,200,  für  Militärseelsorge  15,000.
*)  Bei  Festsetzung  des  Budgets  für  die  0.  Finanzperiode  welches  noch  mit
der  geringen  Summe  von  37'591,090  fl.  abschloss)  hob  der  Verfasser  dieses
Buches  in  der  Abgeordnetenkammer,  ohne  Widerspruch  zu  finden,  hervor  (s.
Ntenogr.  Berichte  vom  Mai  1852  :  »Wenn  man,  ganz  abgesehen  von  den  eigentlichen ­
  Betriebskosten,  die  Besoldungen  der  Forst-  und  llentbeamten  etc.  mit
in  Itechnung  bringe,  so  betrügen  die  Staatsausgaben  beiläufig  42  Millionen.
H  ievon  aber  nähmen  hinweg  (nach  den  Ziffern  der  definitiven  Budgetfestsetzung)  :
die  Schuld  .  9'810,000  fl.  i  die  (Mvilbeamten  .  11'03I,000  fl
der  Hof  .  .  2’950,000  -  j  die  Geistlichkeit**)  1'502,000  -
die  Armee  .  10'042,000  -  |  diese  5  Posten  allein  35’995,000
uder  beiläufig  30  Millionen.  Für  alle  übrigen  Staatsbedürfnisse  blieben  sonach ­
  nur  0  Mill.,  und  auch  davon  könnten  wenig  über  3  Mill,  für  unmittelbar
productive  Zwecke  verwendet  werden.  Die  Pensionen  allein  (oben  eingerechnet) ­
  verschlängen  über  3  V,  Mill.
**)  Es  sind  dies  natürlich  nur  die  Staatszuschüsse,  indess  sich  die  kathol.
Kirche  im  Besitze  ansehnlicher  lleichthümer  befindet  jiach  ministerieller  Angabe ­
  betrugen  die  Kirchenfonds  18**/,,  über  92  Mill  ,  d.  i.  nach  amtlicher  Be-
            
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