Full text: Währung und Handel

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(Inrcli die Goldwährung nicht preisgegeben, sondern ganz im 
Gegentheile fixirt. Es wurde überdies früher schon besprochen, 
was es mit diesen angeblichen Gewinnsten für ein Bewandtniss 
hat. Für die Zukunft aber richtet sich das Mehr oder Weniger 
der Zahlung lediglich darnach, ob Gold oder Silber hinkünftig 
im Preise steigen oder fallen. Die Ansicht, dass Oesterreich 
mit der Goldwährung seine Zinsenzahlungen dem Auslande 
gegenüber erhöhen würde, kann also nur insofei n vei ti eten 
werden, als man es für sicher annimmt, dass Silber auch 
künftig noch im Preise sinken, Gold im Preise steigen werde. 
Merkwürdigerweise sind aber gerade Diejenigen, welche die 
(Gefahr einer solchen Mehrbelastung fürchten, auch zugleich 
die Verfechter der Ansicht, dass das zu Zwecken des Währungs 
wechsels theuer gekaufte Gold voraussichtlich alsbald wieder 
auf die in früheren Decennien bestandene Werthrelation sinken 
werde. Eins von beiden muss otfenbar falsch sein. Die Walir- 
heit ist, dass die Eventualität der Preissteigerung sowohl als 
der Preisermässigung für beide Edelmetalle sich mit Bestimmt 
heit nicht vorausberechneu lässt, dass also hier ein ganz 
nebulöses Argument vorliegt, welches bei Untersuchung der 
Währungsfrage nicht massgehend sein darf. Wollte man übrigens 
trotz alledem auf der Silberwährung beharren, so ist nur zu 
wünschen, dass ein gütiges Schicksal das Land vor diesen 
„Vortheilen“ bewahren möge, die ihm aus einem terneren 
Sinken der Silberpreise erwachsen können.
	        
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