V. Die nächsten Anschlüsse. Erste Erneuerung des
Zolluereins. Anschluß Braunfchuieigs und Luxemburgs.
Auswärtige Verträge.
<£s würde dem Interesse des Lesers nicht entsprechen und
den gegebenen Raum weit überschreiten, wenn die weiterhin er
folgten Anschlüsse der noch fehlenden süddeutschen Staaten mit
gleicher Ausführlichkeit behandelt werden sollten. Nachdem schon
Ausgang 1883 die preußische Regierung Fühlung mit der badischen
genommen und sich dort eine Notablenvqrsammlung bis in den
Februar 1834 über den Anschluß an den deutschen Zollverein
die R'öpfe zerbrochen hatten, begannen die eigentlichen Verhand
lungen mit Preußen und den mit ihm verbundenen Staaten.
Von diesen machten Württemberg und Bayern, namentlich aber
das erstere, so viele Schwierigkeiten, daß man im November 1834 noch
nicht recht vom Flecke gerückt war. Nachdem endlich die wichtigsten
Anstände beseitigt waren — freilich erhuben die Württemberger noch
bis in die zwölfte Stunde allerhand Einwände — konnte endlich
am 12. Mai 1835 die Unterzeichnung der den Zutritt Badens
erklärenden Akte stattfinden. Am 2. Januar 1836 folgte die freie
Reichsstadt Frankfurt nach, die bei ihrer Bedeutung als
Handelsmetropole die Rechte eines selbständigen Vereinsmitgliedes
und einen erhöhten Anteil an den Zollüberschüssen erlangte. —
Erst im Oktober 1834 fand bei seiner immer mehr hervor
tretenden Isolierung das Herzogtum Nassau es für an der
Zeit, sich um den Anschluß zu bemühen; es hatte soeben die
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