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Yerbandswesen und Regelung der Concurrenz. 149
Hier wird die Ausgleichung fast stets durch verabredeten
Ibstradirungswechsel bewirkt; in England findet ein solcher
höchst vereinzelt statt, und in den überhaupt seltneren
hallen, wo Vereinbarungen getroffen werden, gehen dieselben
hast ausnahmslos auf Geldtheilung oder gegenseitige Com-
l'Giisation des Verkehrs der einzelnen Stationen. Während
hßi Geldtheilung in Deutschland der transpor tiren den Route
Selbstkosten gewöhnlich mindestens 50Vo, bi den niedrigeren
hariMassen wohl gar < 75% der Bruttoeinnahme vergütet
^^Grden, pflegt man ihr in England dafür nur 20—33°,'oi am
häufigsten 25% zuzugestehen, obgleich der statistische Durch-
^Glmitt der Selbstkosten auch über 50°/o beträgt *). Es hängt
*^^68 mit der andern und ohne Zweifel richtigeren Anschauung
^Gr Selbstkostenfrage in England zusammen **). Man denkt
^Grt stets daran,' dass ein grosser Theil der Betriebsausgaben
^Git der Menge des Verkehrs mindestens nicht in gleichem
^asse wächst, dass aber, wenn die transportirende Route
heiiien Vortheil vor der andern voraus haben soll, der ihr
Vorweg zu vergütende Betrag sich auf die Mehrausgaben be
schränken muss, welche ihr wirklich gegen den sonstigen
^ästand entstehen. Bei dieser Auffassung kann der Gedanke,
ohne Rücksicht hierauf, nachträglich die Gesamnit-
^äsgabe auf das Gesammttransportquantum verthei-
Guden Durchschnitt, zum Masstab in dieser Frage zu nehmen,
hauin entstehen.
Dass der, in Deutschland häufige Instradirungs-
^^Gchsel in England so selten ist, hat seinen Grund über-
IS^Ggend in noch anderen Verhältnissen als der dort etwa
'ü'eren Erkenntniss der grossen damit verbundenen Uebel-
^^äiide. Allerdings die frühere Entwicklung eines com-
hhcirten Eisenbahnnetzes und starken Verkehrs hat die
Gäglischen Eisenbahnmänner die letzteren auch jedenfalls
Instradirungs-
Wechsel.
*) Vergl. S. üO.
Vergl. S. 120.