Full text : Die Alters- und Invaliden-Versicherung

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Voilage
ķ»r  Alters-  u«d  Invalidkn-Vrrñchrrung.
(Die  Berechnungen  in  der  Beilage  sind  vom  Kataster-Supernumerar
Herrn  Ģiese
in  Königsberg  i.  Pr.  angefertigt.)

^  O«  I«

Die  Berufzählung  vom  Mai  1882  ergiebt  folgende  Arbeiter:
1.  als  dienende  für  häusliche  Arbeit  im  Haushalt  ihrer  Herrschaft  .  1  324  811
2.  bei  Land  ,  Forstwirthschaft,  Mrtnerei,  Fischerei,  Jagd  an  Gehülfen
und  Arbeitern  5  015  478
3.  bei  Bergbau,  Hüttenwesen,  Industrie  und  Bauwesen  an  Gehülfen
und  Arbeitern  4  096  458
4.  bei  Handel  und  Verkehr  an  Gehülfen  und  Arbeitern  .  .  .  727  128
5.  in  der  Landwirtschaft  und  Gärtnerei:
■)  an  Tagelöhnern  als  Hauptberuf  (neben  Landwirtschaft)  .  .  865  333
l>)  an  Tagelöhnern  tallciniger  Beruf)  1  374  593
c)  an  sonstigen  Gehülfen  *  3  560  738

Summa  16  964  542*
*  ^(io  Aufsichts-,  Beamten  ,  Rechnungs-Personal  re.  ist  nicht  eingerechnet.

*o.  II.
Von  diesen  16  964  542  Arbeitern  kommen  für  die  Altersversicherung  dielenigen
  Personen  in  Abzug
1.  welche  zwischen  dcni  I  lten  und  18ten  Lebensjahre  unter  No.  I  als  dienende  oder
Gehülfen  mit  eingerechnet  sind,  außerdem
2.  alle  Mitglieder  der  ftnappschaftsvereine,  weil  nach  ihren  Statuten  für  ihre  Altersschwachen ­
  gesorgt  ist.
Nach  ft  retschmanns  Berechnungen  bleiben  für  die  Altersversorgung
13  370  000  Arßcitcr.
Diese  Zahl  ist  von  ihm  aus  z>vei  Wegen  ermittelt:  einmal  aus  einer  Denkschrift
des  Finanzministeriums  vom  Jahre  1872  über  die  (nach  deni  Gefch  vom  1.  Mai  1851)
zur  ft  lassensteuer  beitragenden  Personen  und  zweitens  aus  der  vorlegten  Berufszählung
nach  Abzug  der  unter  1  und  2  erwähnten  Arbeiter.

%»•  III.
In  der  Sterblichkeitstafel*  ist  das  Sterblichkeits-Verhältnis  unter  100000
Personen  in  jedem  Lebensjahre  festgestellt.
Zählen  wir  in  dieser  Tafel  zuerst  alle  männlichen  und  von  diesen  getrennt,  »nieder
alle  weiblichen  Personen  vom  I9ten  bis  56sten  Lebensjahre  zusammen:  ihre  Zahl  zusammen ­
  beträgt  6  208  860,  —  zählen  »vir  alsdann  in  derselben  Tafel  alle  männlichen,
und  von  diesen  getrennt,  alle  weiblichen  Personen  von»  56sten  bis  101  sten  Jahre  zusammen:
  ihre  Zahl  zusamincn  beträgt  1  977  768.

_*  Die  Zahlen,  welche  die  Sterblichkeitstafel  aus  dein  Vergleich  der  Anfang
1867,  1868,  1872,  1875,  1876  und  1877  in  Preußen  vorhandenen  Lebenden  und
der  in  denselben  Jahren  Gestorbenen  aufstellt,  find  in  der  Weise  umgerechnet,  daß
fie  mit  100  000  am  Anfange  des  19ten  Lebensjahres  stehenden  Per)vncn  beginnt.
(Kretschmann  Ş.  38).
            
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