Full text: Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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dieser Berechnung Gewinn und Verlust für ihn abhängen. Er muss 
in wirtschaftlicher Weise diesen Kurs nehmen, weil ihn dazu die 
Konkurrenz nötigt. Er kauft durch Lohn und Zins, welche er mit 
dem Arbeiter und dem Vermögensdarleiher voraus debattiert und 
festsetzt und zum Teile vorausbezahlt, die Güterelemente auf spä 
teren Ersatz aus dem Erlöse im voraus an, wozu ihn sein Unter 
nehmervermögen befähigt.« Weiters: «Außerdem, dass hierdurch 
Arbeiter und Kapitalisten in den Stand gesetzt werden, ihre pro 
duktiven Nutzeffekte der Verwertung zu jedweder und auch zur 
langwierigsten arbeitsthätigen Güterformung, ohne Gefährdung eines 
geregelten Unterhaltes in der Zwischenzeit abzutreten, wird der 
Unternehmer zugleich der Mittelpunkt der Verteilung des National 
einkommens unter den drei Formen, des Unternehmergewinnes, 
des Lohnes und des Zinses.« Dann §. 158: «Das Eigentümliche 
der Stellung des Unternehmers ist es, dass bei ihm Güterver 
mögen und Arbeitsvermögen, der sachliche und der persönliche Pol 
der wirtschaftlichen Persönlichkeit, untrennbar, verschmolzen auf- 
treten.« «Auch dem Unternehmergewinne«, sagt er aber weiter, 
«sind teilweise fremdartige Elemente: Lohn, Rente (Gewinnrente), 
Risiko beigemischt«, und spricht im §.160 sich bestimmt dahin 
aus: «Der Unternehmergewinn ist Vergütung der Uuternehmer- 
thätigkeit. Er ist gleichwohl nicht Lohn. Der Unternehmergewinn 
ist also ein Produkt untrennbaren, aus dem Begriffe der Unter 
nehmung selbst folgenden Zusammenwirkens des Arbeits- und des 
Kapitalvermögens. Wissenschaftlich betrachtet ist der Unternehmer 
gewinn weder Zins noch Lohn, noch Risiko Vergütung. Er ist Ver 
geltung jener unteilbaren Kombination von Kapital- und Arbeits 
vermögen für den volkswirtschaftlichen Beruf des Unternehmers. 
Der Unternehmergewinn ist nach alledem der Wertüberschuss, 
welcher dem Unternehmer, als dem Kombinator der produktiven 
privatwirtschaftlichen Kräfte, zukommt.« 
Mit Schäft'les Theorie, welche sich, allerdings nur auf dem 
Gebiete der empirischen Erwägungen, den Resultaten unserer eigenen 
Forschung nähert, schließen wir die Betrachtung der geschicht 
lichen Entwickelung der wissenschaftlichen Darstellungen über das 
Unternehmen und den Unternehmergewinn.
	        
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