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Die Prämie muss, wenn überhaupt Wertversicherung entstehen
soll, sich aus der Multiplikation der versicherten Summe also des
Anlagskapitals mit der Gefahr (Gf), in ihrem Resultat das Risiko,
und der Division durch die mutmaßliche, statistisch wahrschein
liche Zahl der Prämienzahlungen {x) ergeben, selbstredend mit Ein
rechnung der Zinsen und Zinseszinsen {ZZ) der einzuzahlenden
Prämien:
71Q
_L
zz
TCO
: Ah = Gf : x.
V =r
Ak . Of
X
6. Arbeitslöhne. Die Arbeit verhält sich zu ihrem Preise
{tc*), wie Angebot zu Nachfrage
M = u'"' : Î/""; Tt^ —
Das Angebot der Arbeit einer und derselben Art und Richtung
darf nicht über ihre Nachfrage steigen, sonst würde sie in Sklaverei
ausarten. Wenn fi'"' = 2 und — 1 ist, so ist ti' = und
da nun M jenen Wert der Arbeit ausdrückt, welcher gleich ist dem
Existenzminimum des Arbeiters, so würde der Preis der Arbeit
unter das Existenzminimum fallen. Diese Gefahr verhütet das
Unternehmen, indem es in das wirtschaftliche Leben mit der Nach
frage nach Arbeit eintritt.
7. Lebensunterhalt des Unternehmers, ist die Summe der
Güter, welche die Bedürfnisse der eigenen Körperlichkeit, des eigenen
Intellekts und eigenen Temperaments des Unternehmers zu decken
bestimmt sind = w . L; im Einzelfalle L. L : jt*' = ft''"' : y'"", der
Lebensunterhalt verhält sich zu seinem Preise (Kosten) wie Ange
bot zu Nachfrage;
In diesem Punkte liegt das Schwergewicht aller Faktoren,
welches in hervorragender Weise für das Resultat des Unternehmer
gewinnes maßgebend ist; denn nicht in gleichem Verhältnisse stehen
die Lebensbedürfnisse zu dem Aufwande von Körperlichkeit, Intellekt
und Temperament. Je höher der Aufwand dieser persönlichen
Kapitalien und je höher ihre Qualität, desto höher gestaltet sich der
Ertrag des Unternehmens, aber auch je niedriger der Anspruch
an das Leben und seine Freuden, desto höher der Unternehmer
gewinn.