Verkehrspolitische Aufgaben‘ der Reichseisenbahn, 383
Es betrug die Kopfzahl des Eisenbahnpersonals”)
1913 693 000 Mann
Ende 1919 1 112 000 Mann
Oktober 1923 1011 000 Mann
Mai 1925 765 000 Mann
Juli 1925 730 000 Mann.
Ganz auffällig ungünstig haben sich auf Grund dieser Personal-
aufblähung die Pensionszahlen entwickelt, Die Pensionslast der
Reichsbahn beträgt heute mehr als das Vierfache der Vorkriegszeit,
sie ist von 114 Millionen Mark im Jahre 1913 auf 487 Millionen Mark
im Jahre 1925 gestiegen. Vermehrte Todesfälle als Kriegs- und Nach-
kriegsfolge, starker Personalabbau zur Verminderung der obenerwähn-
ten Personalinflation, Erhöhung der Pensionen und Hinterbliebenen-
renten entsprechend der Höherstufung des Personals durch die Reichs-
besoldungsordnung haben jedes das Seine dazu beigetragen,
Im Januar 1925 entfielen auf
Beamte im Ruhe- Akti Gesamtpersonali,
Aktive Beamte stand einschl. G Aves al R. einschl. Hinter-
Witwen u. Waisen esamtperson bliebene
339000 Köpfe 230000 Köpfe 770000 Köpfe | 325000 Köpfe
Die Zahlen des Dienstpersonals verhalten sich also zu den im
Ruhestand befindlichen
wie 1,5 | zu 1 | wie 2,4 | zu |
Diese unglaubliche Belastung wäre für einen jeglichen Betrieb gänzlich
untragbar; sie müßte die Reichsbahn dauernd lähmen, wenn nicht zu
hoffen wäre, daß noch rüstiges abgebautes Personal nach und nach
andere Verdienstmöglichkeiten findet. Die Notmaßnahme der Ver-
waltung, im Beamtendienst entbehrliche Kräfte im Arbeiterdienst der
Bahnunterhaltung zu beschäftigen, rechtfertigt sich angesichts der be-
sonders ungünstigen Pensionslastverhältnisse der Bahnbeamten. Im
übrigen ist die Sorge der Verwaltung, das Personal so wirtschaftlich
wie möglich zu verwenden und durch Leistungszulagen einen beson-
deren Ansporn zu geben, durchaus zu billigen.
Geht man den sonstigen Ursachen der Steigerung der Personal-
ausgaben nach, so muß auf die Denkschrift der Reichsbahnverwaltung
vom Mai 1925 über „Die wirtschaftliche Lage der Reichsbahngesell-
*) Ohne abgetretenes Gebiet.
“