Ich glaube überzeugend nachgewiesen zu haben, dass im
Sommer i88i der Transport vom Westen nach Chicago für
i6 c., von da nach England, incl. Versicherung, für 22 c..
Summa für 38 c. = 3.38 fl. per Mtc. stattfand, diese Unkosten
aber auch noch einer Ermässigung fähig seien.
Als ich noch in Amerika reiste, bin ich zu meiner Beschämung
auf die officielle Arbeit eines Landsmannes, des
R. preussischen Bergassessors Mosler aufmerksam gemacht
worden, welche auf Kosten des preussischen Handelsministeriums
i. J. 1877 in Berlin gedruckt wurde und den Titel trägt: „Die
Wasserstrassen in den Vereinigten Staaten von Amerika.“
Nachdem er allerdings dem Eriecanal noch eine Zukunft in
Aussicht stellt, resümirt er sein Urtheil Seite 66 folgendermassen:
„Was endlich die Zukunft des Canalwesens in den
Vereinigten Staaten anbelangt, so ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit
vorauszusehen, dass die stets wachsende Conçu
rrenz der Eisenbahnen und der freien Binnensee- nnd Flussschifffahrt
auch die noch belebten Schifffahrtscanäle, mit Ausnahme
der Küsten- und Seecanäle, allmälig zum Versiegen
und schliesslich zum Erliegen bringen wird.“ Nun sind die
Küsten- und Seecanäle stets die Hauptcanäle Amerikas gewesen
und werden sie fortwährend weiter entwickelt : Der alte
Weilandcanal hat einen neuen, tieferen und kürzeren Seitencanal
erhalten. Der Eriecanal soll vertieft werden. Aber man
wird auch einen wichtigen Binnencanal bauen, vom Mississippi
nach Chicago. Die sehr praktischen Amerikaner sind
also durchaus nicht der Ansicht des Herrn Mosler, sonst
würden sie nicht viel Geld für Canäle ausgeben, die keine Zukunft
haben.
Herr Mosler giebt den gesammten Güterverkehr auf
deutschen Canälen und Flüssen in den letzten Jahren (vor 1877)
folgendermassen an :
Saar-Kohlen-Canal M
Rhein-Mame-Canal . . . . • • 9—”
Rhein-Rhone-Canal 20—23 ’i
Bromberger und Finow-Canal . 10—"
Summa 53—64.5 „ ^
2.65—3.22.
Tonnen
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