Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Man  kann  also  sagen,  dass  auf  allen  deutschen  Canälen
um  1876,  d.  h.  um  jene  Zeit,  von  der  Herr  Mosler  seine  Daten
nahm,  3  Millionen  Tonnen  Waaren  bewegt  wurden.
Auf  den  Canälen  des  Staates  New-York  allein  wurden
1876  bewegt  4.172.129  Tonnen  Waaren,  also  bedeutend  mehr,
als  auf  allen  deutschen  Canälen.  Und  dass  diese  amerikanischen
Canäle  nicht  im  Geschäft  des  Versiegens  begriffen  sind,  geht
wohl  überzeugend  daraus  hervor,  dass  auf  denselben  Canälen
des  Staates  New-York  i.  J.  1880  nicht  weniger  als  —  6.462.290
Tonnen  bewegt  wurden!  So  hat  sich  also  der  Verkehr  auf
den  Canälen  eines  Staates  allein  gehoben!  Dass  er  auf  den
anderen  Canälen,  welche  hauptsächlich  Kohlen  transportiren,
nicht  zurückgegangen  sein  wird,  liegt,  bei  der  notorischen
KntWickelung  der  Kohlenausbeute,  auf  der  Hand.  Die  Canäle
haben,  abgesehen  von  der  absoluten  Menge  Waaren,  die  auf  ihnen
befördert  wird,  den  unendlichen  Vortheil  in  einem  Staate  mit
Privateisenbahnen,  diese  zu  Tarifherabsetzungen  zu  zwingen.
Die  deutsche  officielle  Wissenschaft  hat  sich  durch  jenes  Werk
des  Abgesandten  des  preussischen  Handelsministeriums  international ­
  —  blamirt!
Obgleich  es  über  den  Rahmen  dieser  Abhandlung  hinausfällt, ­
  will  ich  doch  kurz  die  Productionskosten  eines  Bushels
Weizen  im  Westen  von  Amerika  berühren.  Die  Herren  Pell  und
Read  taxiren  sie  im  Jahre  1879  auf  84  c.  =  7.30  fl.  per  Mtc.,  Herr
Dun,  Seite  434  seines  Buches,  auf  3  sh.  i  d.  =  74V2  c.  =  6.63  fl.
per  Mtc.,  er  ist  also  schon  um  10  c.  billiger  geworden,  als
jene  Herren.  Kr  rechnet  dabei,  dass  der  Acre  Land  10  S  zu
bestellen  und  ernten  kostet  und  13  Bushel  Weizen  trägt.
In  eben  jenem  Berichte  der  englischen  Commissäre  giebt  ein
Herr  Hubard  aus  Minnesota  die  Unkosten  per  Acre  auf
10.17  D.,  den  Ertrag  auf  15  B.,  die  Kosten  per  B.  also  auf
68  c.  an.  Ein  Herr  Kendall  aus  demselben  Staate  rechnet
9.96  D.,  giebt  aber  den  Ertrag  nicht  an.  Herr  Dairymple  giebt
die  Productionskosten  1879  auf  36  c.  p.  B.  an.  Im  Jahre  1881
erntete  er  18  B.  per  Acre  und  kostete  der  Acre,  in  eigener
Regie  bearbeitet,  6  D.,  der  Bushel  also  33.3  c.,  wenn  von
anderen  Leuten  mit  ihren  Pferden  und  Werkzeugen  gegen
Entgelt  gemacht,  kostete  der  Acre  Weizen  —  bis  zum  Trans-
            
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