Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Schafe  und  Schweine,  deren  Fleisch  frisch  exportirt  werden ­
  soll,  werden  ganz  ähnlich  behandelt.  Es  muss  mit  jedem
Dampfer  eine  Zahl  solcher  Carcasses  —  die  im  Ganzen,  nicht
in  Vierteln,  nach  Europa  gelangen  —  verschifft  werden,  um
den  Zwischenraum,  welcher  entsteht,  wenn  man  die  Rinderviertel ­
  neben  einander  aufhängt,  nutzbar  auszufullen.
Das  Kühlhaus  von  Mr.  Eastman  kann  looo  Ochsen-Carcasses
  und  die  zum  Ausfällen  des  Schiffsraumes  nöthigen
Schaf-,  respective  Schweinecarcasse  fassen.  Da  die  Ochsen
zwei  Tage  hier  hängen  müssen  und  Sonntags  die  Arbeit  ruht,
so  werden  ca.  3000  Ochsen  wöchentlich,  um  wieder  den  Kühlhausraum ­
  täglich  ganz  auszunützen,  für  den  Export  präparirt.
Das  Kühlhaus  hat  natürlich  Isolirwände.  Die  Kälte  wird  nach
der  alten  Methode  erzeugt,  indem  Eis  mit  Salz  gemischt,
Wasser  auf  die  Mischung  geleitet  und  abgekühlt,  dann  in  Zinkröhren ­
  schlangenartig  durch  den  Kühlraum  bewegt  wird,  bis
es  sich  ziemlich  erwärmt  hat.  Dann  leitet  man  es  in  den  Eiskasten ­
  zurück,  kühlt  es  abermals  und  lässt  es  wieder  circuliren.
Hierbei  wird  keine  Kälte  unnütz  verloren  und  auch  kein
Wasser  vergeudet.  Die  Temperatur  im  Kühlhause,  sowie  im
Schiffe,  wird  constant  einige  Grade  über  dem  Gefrierpuncte
gehalten,  auf  35  —  36  Grad  Fahrenheit.  Die  Kosten  des  Kühlhauses ­
  stellen  sich  in  gewöhnlichen  Jahren,  wenn  man  Eis  aus
dem  Hudson  hat,  auf  einen  halben  Dollar  per  Ochs,  zehn
Cents  per  Schaf  und  Schwein.  Im  Jahre  1880  auf  das
Doppelte,  da  man  Eis  aus  Norwegen  importiren  musste.
Von  den  inneren  Theilen  der  Thiere,  dem  „Offal“,  wird
das  Essbare,  Lunge,  Leber,  Herz,  Zunge  etc.,  an  Detailfleischer
für  den  Localmarkt  oder  —  die  Zunge  —  zur  Präparirung
von  Büchsenfleisch,  verkauft.  Haut  und  Talg  werden  auch
verkauft,  so  ein  Th  eil  der  Därme  und  die  Hörner.  Das  Blut
wird  gedörrt  und  zermahlen.  Es  geht  dann  als  Dünger  in  die
Baumwollregion  und  kostet  45  Dollars  per  Tonne.  Alle
übrigen  Abfälle,  Knochen,  Mist,  Fleischtheile,  was  auch  sei,
werden  in  einen  Dampfapparat  gebracht,  wo  zunächst  das
Fett  abgeschieden  und  dann  zu  Stearin  und  anderen  Producten,
an  Ort  und  Stelle,  verarbeitet  wird.  Der  Rest  wird  in  Oefen
getrocknet.  Die  sich  bei  diesen  beiden  Operationen  ent-
            
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