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thurmes von New-York, Sandy-Hook. Die Schiffe rechnen die
Reisedauer stets von Queenstown bis hier. Wir hatten den
Ocean also in sieben Tagen und i6 Stunden durchschnitten,
eine sehr kurze Zeit. Freilich ist die „Britannic“, der „White
Star Line“ gehörig, eines der grössten und schönsten Schiffe,
die je gebaut wurden, von 4800 Tonnen Raumgehalt. Einige
Tage begünstigte uns ein Nordostwind, so dass die Segel ge
braucht werden konnten, am letzten Tage aber blies der Wind
stark von vorne und hemmte den Lauf des Schiffes erheblich.
— Es giebt drei Routen von Queenstown nach New-York.
Die nördlichste ist die kürzeste, 2783 Knoten, die mittlere ist
2855 Knoten und die südliche 2889 Knoten lang. Je nach
Jahreszeit und Windrichtung wählen die Schiffe eine der
selben. Wir fuhren bis zum i. März auf der mittleren und
gingen dann auf die nördliche über. Die schnellste Fahrt
machten wir von 12 Uhr Mittags am 2. bis dahin am 3. März,
nämlich 398 Knoten, à 1.85 Kilometer (die englische Meile
misst 1.61 Kilometer). Die schnellste Fahrt, welche je ein
Schiff gemacht, war die eines Segelschiffes vor dem
Sturme in der Gegend des Cap der guten Hoffnung. Sie be-
trug 428 Knoten in 24 Stunden. — Die See war in der Mitte
unserer Fahrt sehr hoch, rauh; das grosse, fast 400 Fuss lange
Schiff rollte doch sehr empfindlich. Am 26. Februar überfiel
die Seekrankheit Graf Ancjrassy und mich, und einige Tage
später hatte auch Graf Imre Szechenyi einen kleinen Anfall.
Die anderen drei Herren blieben ganz von ihr verschont. Am
4- März waren wir Alle gesund und sehr munter, obschon die
See sehr hoch ging und wir den Wind halb von vorne hatten,
mithin das Schiff sehr schwankte. Im Ganzen ist die Fahrt
weit Weniger lästig, als man sich das vorzustellen pflegt, ob
schon Seekrankheit gewiss eine Unannehmlichkeit ist. Ueber
das Schiff, die Bedienung, die Kost und Reinlichkeit war kein
Tadel möglich. Die Kost sagte uns, die wir aus Oesterreich
kamen und weniger compacte Nahrung gewöhnt waren, freilich
nicht zu, ist aber in verschwenderischer Fülle und, was Fleisch
anbelangt, in ausgezeichneter Qualität für die Cajütenpassagiere
vorhanden. Auch die Deckpassagiere werden auf den Schiffen
dieser Linie so verpflegt, wie es wahrscheinlich nur wenigen