Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Nach  diesem  Bericht  über  eine  der  wichtigsten  neuen  Industrien ­
  des  Südens  der  Union,  welche  wohl  auch  die  Rentabilität ­
  des  Raps-  und  Rübsenbaues  in  Europa  beeinflussen
kann,  setze  ich  meine  Beobachtungen  über  die  Stadt  New-Orleans
  fort.
Wir  fanden  es  ausserordentlich  heiss  in  New-Orleans.
I^ie  Luft  ist  dabei  sehr  feucht  und  man  hat  das  Gefühl,  in
einem  Dampfbade  zu  gehen.  Natürlich  strengt  die  Arbeit  in
Solchem  Klima  ungemein  an,  und  hatte  uns  der  mehr  als  acht-^%tge
  Aufenthalt  Alle  körperlich  etwas  heruntergebracht,  so
«lass  wir  eilten,  unsere  Reise  —  zunächst  nach  Texas  —  fortzusetzen, ­
  obschon  wir  uns  nur  ungern  von  den  liebenswür-^*gen
  Menschen  trennten,  deren  Gastfreundschaft  uns  die  hier
Verlebte  Woche  so  angenehm  machte,  am  schwersten  freilich
von  Herrn  v.  Meysenbug  und  seiner  genialen  und  reizendiebenswürdigen
  Gattin,  die  uns  am  i6.  Abends  eine  musikaische
  Unterhaltung  gaben,  die  jedem  Salon  einer  europäischen
Gsidenz  Ehre  gemacht  haben  würde.  Die  New  -  Orleanser
amen  sind  vielleicht  nicht  schöner  als  die  einiger  anderen
Amerikanischen  Städte,  welche  wir  besuchten,  aber  sie  sind
naiv  liebenswürdig  und  scheinen  von  ihrer  Gefährlichkeit  für
junge  Männer  keine  Ahnung  zu  haben,  was  die  Gefahr  natür-*ch
  nur  erhöht.  Ich  hatte  viel  von  dem  Reiz  der  creolischen
Suten  Gesellschaft  gehört,  allein  wir  gestanden  uns  Alle,  dass
nnsere  Erwartungen  weit  durch  die  Wirklichkeit  übertroffen
'Varen.  Ein  längerer  Winteraufenthalt  in  New-Orleans  muss
^  den  grössten  Annehmlichkeiten  gehören,  die  es  giebt.  Den
Gichthum  mögen  die  Amerikaner  der  Südstaaten  verloren
Aben,  die  feine  Sitte,  ein  Product  alter  Cultur  und  alten  Reich-\
  '^^os,  und  die  Liebenswürdigkeit  und  Schönheit  ihrer  Damen
Sind  ihnen  geblieben.
            
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