Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Land,  können  Wasser  zu  Bewässerungsanlagen  abgeben  und
bieten  den  Heerden  Tränkplätze.  Allein  zu  Trinkwasser  ist
das  Brunnenwasser  nicht  geeignet  und  ist  man  auf  Cisternenwasser
  angewiesen,  ein  unleugbar  grosser  Uebelstand.  In
Austin,  also  in  Mitteltexas,  betrug  der  Regenfall  durch  19
Jahre,  von  1857  bis  1876,  34*64  Zoll.  Man  will  eine  Zunahme
konstatirt  haben.
Der  Küstenstrich  im  Süden  von  Texas  ist,  namentlich  an
den  Flüssen,  sehr  fruchtbar  und  soll  20  bis  30  Fuss  Humus
haben.  Hier  liegen  circa  5000  englische  Quadratmeilen  —
6twa  ein  Gebiet,  ein  Drittel  so  gross  wie  die  Schweiz  —  die
zum  Anbau  von  Zuckerrohr  und  Reis  geeignet  sind,  auch  vor
der  Sclaven-Emancipation  sehr  blühende  Pflanzungen  enthielten,
die  jetzt  verfallen  sind.  Ein  unermessliches  Gebiet  nördlich
hiervon  ist  zum  Anbau  von  Baumwolle  geeignet,  doch  werden
nur  circa  eine  Million  Ballen  (à  480  lbs.)  exportirt.  Mais  gedeiht ­
  in  einem  ebenso  weiten  Bereiche  und  ebenso  Hafer.
Öbschon  das  Land  so  weit  südlich  liegt,  ist  doch  in  einem
grossen  Gebiete,  das  einige  sechzig  Grafschaften  umfassen
Soll,  Weizenanbau  möglich.  Der  Weizen  ist  hart  und  schwer.
der  That  sahen  wir  auf  der  oben  angegebenen,  von  uns
durchreisten  Strecke  überall,  wo  Anbau  stattfand,  guten  Weizen,
^arum  auch  nicht?  Freilich  ist  Texas  ein  warmes  Land.
Aber  Britisch-Ostindien,  Australien,  Südcalifornien,  Chili  und
die  La  Plata-Staaten  sind  auch  warme  Länder  und  exportirten
dennoch  namhafte  Quantitäten  Weizen.

Der  Boden  in  Texas  und  nördlich  davon  in  dem  Indianer-Grritorium
  und  in  Kansas,  ist  nicht  im  Untergründe  Sand,
Sondern  Thon,  oft  mergelig,  zuweilen  auch  mit  starkem  Sand-^'^satz,
  überall  oben  schwarz  von  vermoderten  Pflanzenresten,
natürlich  in  den  Niederungen  intensiver  und  dicker  geschichtet ­
  sind,  als  in  Ebenen,  und  die  auf  den  Höhen  ganz
^ufhören.  Diese  sind  zuweilen  sehr  steinig  und  tritt  Fels
l^^cht  selten  zu  Tage.  Früchte  aller  Art  gedeihen,  wie  auch
omüse,  üppig.  Wilder  und  edler  Wein  gedeiht  in  Nord-'^nd
  Mitteltexas,  südlich  bis  San  Antonio  hinab.  Weizen  säet
^^0  im  Herbst  und  erntet  ihn  Mai/Juni.  Mais  kann  man
            
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