Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

244

obschon  grasfett,  2  85  Dollars  per  100  Ibs.  weniger  als  der
beste  Missouri-Ochse.-  Derselbe  in  den  Mittelstaaten  durchgewinterte ­
  und  zum  Theile  im  Stalle  gemästete  Texasochse  aber
brachte,  915  Ibs.  schwer,  4  00  Dollars,  1007  Ibs.  schwer,  4'25
Dollars  per  100  Ibs.  Ein  833  Ibs.  schwerer  Texasochse  kostete
also  25  Dollars,  ein  1000  Ibs.  schwerer  gemästeter  Texasochse,
ohne  englisches  Blut,  kostete  42'  ,  Dollars,  beide  aber  verursachen,
  ab  Dodge  City,  dieselben  Transportkosten  von  circa
5  Dollars  per  Kopf.  —  In  Chicago  brachten  Extra-Exportstiere ­
  6  bis  6-85  Dollars  per  100  Ibs.,  sie  wiegen  1400  und
mehr  Pfund,  Nebraska-Stiere  von  1338  Ibs.  brachten  6  00  Dollars, ­
  Colorado-Stiere  von  1516  Ibs.  5-40  Dollars,  Texasstiere
von  1138  Ibs.  490  Dollars,  von  810  Ibs.  nur  3-65  Dollars.
Ein  grasfetter  Texasochse  kostet  also  per  Pfund  Lebendgewicht ­
  in  Chicago  nur  etwa  halb  so  viel  als  ein  guter,  stallfetter
Mittellandsochse.
Das  Billigerwerden  der  Transportanstalten  macht  also
die  Viehzucht  in  Texas  intensiver.  Man  züchtet  bessere
Racen  und  mästet  besser.  Die  jährliche  Migration  des  Texasrindviehes ­
  nach  Norden  begann  erst  im  Jahre  1866,  und  war
damals  Abilene  an  der  Kansas-Pacific-Bahn  jene  Station,  von
der  fettes  Vieh  durch  Kansas  City  nach  Chicago  per  Bahn  transportât ­
  wurde,  ln  den  Jahren  1868  und  1869  suchten  die
P'ort  Scott-  und  Golf-Eisenbahn  und  die  Kansas-,  Lawrenceund
  Southern-Bahn  das  Texasvieh  im  südlichen  Theile  von
Kansas  auf  ihre  Linien  zu  bringen.  Dies  Vieh  ging  transito
durch  Kansas  City  nach  Osten.  Im  Jahre  1870  erst  wurde
der  sehr  practisch  eingerichtete  Viehhof  von  Kansas  City  angelegt. ­
  Alle  Pferche  sind  durch  circa  acht  Fuss  hohe  Zäune
getrennt,  über  jedem  Zaun  liegt  eine  Plattform  von  zwei
Brettern  neben  einander,  auf  denen  man  gehen  und  von  wo
herab  man  die  Thiere  beobachten  kann;  im  Centrum  steht  ein
Haus,  das  eine  Wage  enthält,  auf  die  50  Stück  Grossvieh
gleichzeitig  getrieben  und  auf  der  es  mit  einem  Male  gewogen
werden  kann.  Neben  dem  Viehhofe  ist  die  stattliche  „Viehbörse“ ­
  erbaut.  Jetzt  ist  Kansas  City  der  Hauptmarkt  für
Vieh  aus  Texas,  dem  Indianer-Territorium,  Kansas,  Missouri,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.