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nach Kräften dahin zu wirken, dass ihnen jenseits des
eeres eine neue Heimath gesichert werde.
Der Verein erlässt diese Bekanntmachung nicht in der
bsicht, Geldkräfte für sein Unternehmen zu gewinnen: das
Ueschäfts-Kapital ist bereits vollständig gezeichnet. Allein im
GWusstsein des guten Zwecks ist er es dem Publikum und
ich selbst schuldig, die Gründe, welche den Verein ins Leben
gerufen, die Art und Weise, wie er seine Aufgabe zu lösen
offt, und die Grundsätze, die ihn dabei leiten, offen darzu*
^egen.
Der Verein will den Trieb zur Auswanderung weder an-
®S^n, noch entschuldigen. Genug, das Bedürfhiss besteht
Einmal, und lässt sich leider ebensowenig wegläugnen, als es
^oglich ist, jenem immer lebendigeren Triebe Einhalt zu thun.
lelfältige Ursachen wirken dabei zusammen; die Verdrängung
^ Handarbeit durch das Maschinenwesen, die grossen, fast
periodischen Unfälle, die den Handel heimsuchen, die zu-
ehmende Verarmung, eine holge der Uebervölkerung und
Mangels an Arbeit; endlich wohl auch der gerühmte
eichthum des Bodens im neuen Lande und die manchmal
^ ohnte, oft getäuschte Hoffnung auf ein besseres Sein und
'Wirken jenseits der Meere.
Unter solchen Verhältnissen müssten die Auswanderer in
That einem besseren Loose entgegengehen, wenn sie, in
ohlgeordneter Masse zusammenhaltend, eine richtige Leitung
einen wirksamen Schutz in der Fremde fanden. Und so*
s IK Noth Wendigkeit wie der Zweck des Vereins von
st gegeben: er will es versuchen, die Auswanderung zu
geln und zu leiten, damit die Möglichkeit gegeben werde,
^^s die Deutschen in Amerika eine deutsche Heimath wieder-
dem ununterbrochenen Zusammenhänge unter
und mit dem alten Vaterlande ein gewerblicher und
Rudels verkehr entstehe, der beiden zum materiellen und
S^istigen Gewinn gereichen muss. Auf diese Weise wünscht
Verein das Seinige zu thun zu Deutschland s Ehre und
^ ohl beizutragen, um vielleicht den deutschen Armen eine
lohnende Thätigkeit, dem deutschen Gewerbefleiss neue
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