Full text: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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5'66, 5-67, 4*30, 2*22, 2-51, 0*44, 1*55, 1-98 Zoll, inclusive dem 
auf Regen reducirten Schnee. Ebenso betrug die Gesammt- 
feuchtigkeit im Jahre 1879 32*68 Zoll, in den laufenden Monaten 
respective 0 37, 0 41, 0 37, 4*18, i 6, 7*14, 3*66, 1*03, 3*57, 
5**5» 2*39 Zoll. In der Union, mit Ausnahme von Alaska, 
beträgt der jährliche Regenfall durchschnittlich nur 29 Zoll. 
Der Regen kommt durch Süd- und Südostwinde im Sommer 
Vom Golf von Mexiko. Die im Winter vorwiegenden Winde 
kommen aus Nord und Nordost und sind trocken. 
Der Niederschlag nimmt von Osten nach Westen so ab, 
dass er in Ostkansas (Lawrence) ein Drittel grösser ist als in 
Westkansas, und ein Fünftel grösser als in Centralkansas. Je 
Weiter nach Westen, desto besser ist jedoch der Boden von 
der Natur drainirt, weil der Untergrund poröser wird, und so 
hält sich die Feuchtigkeit länger, sie läuft nicht ab, sie sickert 
in den Untergrund und bietet so der Pflanze noch eine Zeit 
lang Feuchtigkeit für die tiefgehenden Wurzeln. Abschwem- 
niungen aus dem Felsengebirge bilden den Boden bis zum 
Mississippi. Je näher dem Gebirge, desto grobkörniger, also 
durchlässiger ist diese abgeschwemmte Masse; je näher dem 
Mississippi-Thale, desto feinkörniger, also auch undurchlässiger 
wird hier der Boden, desto schneller läuft Regenwasser ab 
aber es regnet hier wieder dafür mehr als im Westen. 
Endlich hat man die Beobachtung gemacht, dass die 
Regenmenge mit der zunehmenden Cultur auch zunimmt. Die 
ganze Prairie von Kansas war vor 15 bis 20 Jahren, ausser 
den Flüssen, absolut baumlos und natürlich auch ohne 
Debäude. Der Wind fand keinen Widerstand, wenn er über 
^le leicht wellenförmige, grasbewachsene Prairie wehte, und 
^i’ug die Feuchtigkeit mit sich fort, ohne sie einsinken zu 
fassen. Die Regierung von Kansas hat früher die Baum- 
Pflanzung durch Prämiirung, die Unionsregierung dadurch ge 
fördert, dass sie jedem Ansiedler, der 10 Acres mit Bäumen 
bepflanzt, 160 Acres umsonst gibt. Verständige Ansiedler, 
Namentlich Deutsche, pflanzen rund um ihren Acker und um 
flle Höfe Bäume, meist Cottonwood, eine Art Silberpappel, 
®der die Osage-Orange-Hecke. Durch die Anpflanzungen
	        
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