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ur solche Missernten verantwortlich gemacht. Allein es scheint
nicht unmöglich, dass der Boden Mangel an Stickstoff bei
eberwiegen der löslichen Alkalien hat, den man ihm durch
talldünger, Jauche, Guano oder Ammoniaksalze zweckmässig
zusetzen könnte.
. künstliche Bewässerung ist in Kansas ganz jung, sie
jst älter in Colorado und seit unvordenklichen Zeiten in Neu-
^exico. Californien und Arizona üblich. Hier sind sogar viele
«ihe Bewässerungsanlagen der Spanier und Azteken bereits
'^erfaUen. Die Amerikaner nehmen aber an vielen Stellen
solche Arbeiten jetzt in Angriff und haben meist gute Resul-
ate davon. Selbst die Indianer treiben in Neu-Mexiko erfolg-
cic en Ackerbau auf künstlich bewässertem Boden. Es
istiVt eine Partei, welche die Anlegung von Bewässerungen
ur Aufgabe des Staates machen will, damit kein Nachbar
von dieser Wohlthat excludirt, das Wasser nicht zum Monopol
^erden und nicht zu theuer kommen kann. Die Ebene von
st- und Mittelkansas, welche in Durchschnittsjahren Regen
genug hat, ist von äusserster Fruchtbarkeit. Wo indess die
^ Ackerbau geeignete Fläche von Kansas aufhört, fängt der
^ Ol egrund an, der Rindern und Schafen jahrein jahraus
ahrung gibt. Man rechnet auf der ganzen Westprairie, von
^ 1er bis in die Parks des Felsengebirges, bis zehn Acres auf
»n Haupt Grossvieh. Wenn man für etwas Schutz im Winter
etwas Beifutter in grasarmer Jahreszeit sorgt, so kann
a natürlich mehr Vieh auf derselben Weidefläche unter
halten.
d' keine schiffbaren Flüsse, aber zwei Bahnen,
p. hnsas-Pacific-Bahn und die Atchinson-Topeka- und Santa
n durchziehen den Staat der Breite nach, fast von Osten
Westen, die Central-Union-Pacific-Bahn in dem auch für
Sch geeigneten Theile ebenfalls. Im Osten hat der Staat
on ein vollkommenes Netz von Bahnen.
^ Fast alle diese Bahnen finden ihren Endpunkt in Kansas
y grossen Handelsstadt am Missouriflusse. Producte
^ n Kansas, soweit sie für den europäischen Markt bestimmt
l’en, mussten bisher circa 1.350 Meilen per Bahn von Kansas
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