Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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einiger  mexi  can  ischer  Pferdehirten,  welche  Pferde  mit  dem
Lasso  einfingen,  besuchten  auch  eine  „Bienenfarm“,  die  an
einer  besonders  sonnigen  Stelle  des  Cannons  angelegt  war.
Hoch  entzückt  rasteten  wir  hier  einige  Tage  am  Stillen
Meere,  nach  der  Wüstenfahrt,  dankbar  gegen  Gott,  dass  wir
die  immense  Fahrt  von  New-York  bis  Florida  am  Atlantischen
Ocean,  von  da  bis  Texas  am  Golf,  dann  nördlich  bis  in  die
Ackerbau-Ebene  von  Kansas,  von  hier  westlich  in  die  Bergwerksgegend ­
  von  Denver  und  Lead  ville,  darauf  durch  die
altspanischen  Minen-  und  Weidestaaten  Neu-Mexico  und  Arizona ­
  bis  hieher,  in  die  fruchtbarsten  Thäler  der  Welt,  an  dem
Ufer  des  Stillen  Meeres,  hatten  machen  können,  ohne  jemals
ernsthaft  krank  zu  werden,  trotz  des  schnellen  Wechsels  des
Klimas  in  so  verschiedenartigen  Ländern  und  den  grossen
Anstrengungen  der  Reise.  Seit  meiner  Abreise  aus  Wien  am
31.  Januar  hatte  ich  persönlich  bis  zum  10.  Juli,  dem  Tage,
an  welchem  wir  den  Stillen  Ocean  begrüssten,  13.025  Meilen
zurückgelegt,  davon  11.412  Meilen,  seit  London,  in  Gesellschaft ­
  der  fünf  Herren,  länger  so  jedenfalls,  als  ursprünglich
angenommen  wurde,  denn  ich  meinte  noch  in  Florida,  dass
ich  die  Reise  nach  den  Südseestaaten  nicht  mitmachen,  sondern ­
  schon  von  Kansas-City  nach  dem  Norden  allein  reisen
würde.  Zu  gemeinsamem  Genüsse  und  hoffentlich  auch  Nutzen
haben  wir  das  Programm  so  weit  geändert  und  gemeinsam
nicht  nur  reichlich  eine  entzückende  Reise  genossen,  die  uns
eine  angenehme  Erinnerung  für  das  Leben  lassen  wird,  sondern ­
  auch  eifrig  gelernt,  was  zu  lernen  war.  Nach  dieser
Richtung,  glaube  ich,  haben  wir  unsere  Zeit  und  die  auf  die
Reise  verwendeten  Mittel  besser  benützt  als  die  meisten  Europäer ­
  es  in  Amerika  thun,  soweit  sie  überhaupt  in  diesem
Lande  reisen.  Traf  doch  z.  B.  der  Herzog  von  Sutherland
in  New-York  mit  seiner  Gesellschaft  ein,  als  wir  von  Florida
nach  New-Orleans  reisten.  Sie  fuhren  bis  San  Francisco  und
waren  im  Juli  schon  wieder  von  New-York  nach  London
unterwegs.  Was  kann  man  bei  so  schneller  Reise  sehen  und
lernen?  Freilich  immer  noch  mehr,  als  einige  deutsche  Herren,
die  Grafen  Seebach,  Henkel,  v.  Erlach,  v.  Bülow,  Halanta  aus
            
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