Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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machen.  Als  Experiment  hat  man  sogar  zwei  Weizenernten
‘m  selben  Jahre  gemacht.  Die  erste  Ernte  im  Juni.  Dann
säet  man,  pflügt  die  Saat  unter  und  Anfangs  September  macht
man  die  zweite  Weizenernte!  Allein  dies  war  nur  ein  Experiment ­
  und  geschieht  selten.  Sehr  oft  aber  nimmt  man  nach
Weizen  noch  Kartoffeln,  Rüben,  Mais,  Squasches  —  eine
Kürbisart  —  und  allerhand  Gemüse  und  erzielt  also  thatsächlich
  zwei  Ernten.  Erschöpfung  ist  bei  bewässertem  Boden
nicht  bemerkt  worden.  Auf  den  Missionen  wird  doch  nun
schon  HO  Jahre  hindurch  Weizen  und  anderes  Getreide  ohne
Dung  gebaut,  der  Boden  aber  ist  nach  wie  vor  ertragsreich.
Allein  er  erfordert  eine  sehr  sorgsame  Beackerung.  Die
Weizenstoppel  wird,  wenn  man  sich  mit  Weizen  begnügt  und
^cine  zweite  Sommerernte  nimmt,  im  Juli  gepflügt,  im  November ­
  bis  December  abermals,  man  säet  den  Weizen  im
Januar  bis  15.  März  und  eggt  ihn  ein,  im  Juni  beginnt  die
Krnte.  Sehr  viel  kommt  darauf  an,  dass  man  das  Wasser  zur
’■echten  Zeit  auf  den  Acker  lässt,  es  gut  darauf  vertheilt  und
'veder  zu  viel  noch  zu  wenig  bewässert.
Es  ist  anzunehmen,  dass  die  künstliche  Bewässerung  nicht
in  Californien,  sondern  in  ganz  Amerika,  südlich  der
Central-  und  Union-Paciflc-Bahn  und  westlich  vom  hundertsten
Meridian,  der  durch  Dodge  City  in  Kansas  geht,  sich  schnell
entwickeln  und  daselbst  die  Production  von  Getreide  und  Heu
’’ngemein  steigern  werde,  da  die  Sicherheit  und  der  höhere
Krtrag  der  Ernte  auf  irrigirtem  Boden  ausser  Verhältniss  zu
höheren  Kosten  der  Bewässerung  steht.
Weil  der  Grundbesitz  Californiens  von  einzelnen  Millionären
Schalten  wird,  kann  sich  die  Farmenzahl  daselbst  nur  langsam
Vermehren.  Sie  betrug  1870:  23.724,  1880  35.9341  darunter  143
’inter  g  Acres  gross,  1.641  von  3  bis  10  Acres,  1.43®  von
’o  bis  20  Acres,  3.475  von  20  bis  50  Acres,  3.969  von  50  bis
’^0  Acres,  20.214  von  100  bis  500  Acres,  3.108  von  500  bis
”>oo  Acres  und  2.531  über  1000  Acres  gross.  Es  giebt  also
le  und  viel  grosse,  wenig  mittlere,
Grundbesitzungen;  3.209  waren  an
yers  verpachtet.

’’naltnissmässig  viel  klein
^nnn-  und  maschinenfahige
^^dpächter,  3.915  an  Méta;
            
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