590
gewicht oder 10V4 Kreuzer per Kilo. Ein hoher Preis!
Es verarbeitet das ausgeschmalzte Fett in i. white g^ase,
die loco Fabrik im September 1881 per Ib. kostete 7 > '2 Cents
= 40V3 Kreuzer per Kilo; 2. yellow grease, die loco s'/a Cents
kostete; 3. brown grease, die 5 Cents kostete. Herr Kern a
ermittelt, dass eine andere Abdeckerei sogar 9 Cents per •
= 48V3 Kreuzer per Kilo für ihr grease Nr. i erhält! Aus
den gefallenen Rindern machte man Talg, der loco mit 6 en
per Ib. = 32 Vs Kreuzer per Kilo bezahlt wurde. Die „Grease^
Producte“ waren sehr schön, fast geruchlos. Talg von ge
Sunden Rindern kostete damals Nr. 2 6 bis 6'/4 Cents, Nr.
7V4 bis 7V2 Cents das englische Pfund. Man muss sage ,
dass die Rendering-Compagnie gute Preise für ihre Produc
Ausser den Schlachthäusern und den Renderingfabnken
giebt es in Amerika Schmalzraffmerien, welche allerhand Fet
einkaufen und Schmalz, Schmalzöl und Schweinefett (Greas ;
daraus machen. Mir ist es ebensowenig gelungen, über
Stoffe, die hier ein- und ausgehen, eine offizielle Statisti
erlangen, wie über jene der Renderinghäuser. Welche A
von Stoffen aber eingehen und was mit ihnen geschieht, we
ich, werde es jedoch, ohne besondere Noth, nicht j.
Eine schöne Aufgabe für eine Regierungskommission, hieru
„mehr Licht“ zu verbreiten! Ich hoffe aber, Herr Kern w
die in Amerika angestellten Gesandten und Consuln der eu
päischen Mächte über diese Frage aufklären, die ihre gew
nicht zu unterschätzende Thätigkeit bisher nicht in p
genommen hat. Hoffentlich wenden sie ihren Fleiss und bctt
sinn von jetzt ab derselben zu und klären uns auch aru
auf, womit man Butter und Mehl hierselbst verfälscht.
ist nicht nur ein Skandal, sondern auch eine Versündigung
der amerikanischen Landwirthschaft, dass die Unionsregie
nicht mit unerbittlicher Strenge darauf sieht, dass nur un
fälschte und nicht gesundheitsgefahrliche Lebensmitte
Amerika exportirt werden. Die Granger sollten dm
zwingen, dem Schwindel ruchloser Fabrikanten, Spekulan^
Fälscher ein Ende zu machen, sonst schneidet man ihren