Der Verfall der Ämter im 17. Jahrh. u. die Reformbestrebungen.
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Eine bemerkenswerthe Vermehrung erfahren in dieser Zeit die
^Grbindungen der undeutschen oder einheimischen Gewerbetrei
benden. Zu dem bisher bekannten Amt der Schneider, dessen
Schrägen 1635 abermals bestätigt wird, kommen:
1615 das Amt der unteutschen Schuster;
1665 n n Grobschmiede;
1680 „ „ „ einheimischen Zimmerleute.
^^er Schrägen der einheimischen Schuhmacher wird im Jahre
auf’:
erst
s Neue bestätigt. Rin Amt der Zimmerleute lässt sich
im folgenden Jahrhunderte nach weisen; vermuthlich waren die
- ••II luigennen janrnuncierte nacnweisen; vermuinucn waicn uic
^intrnerleute mit den Maurern oder den Tischlern vereinigt, und
Gebeinen die Undeutschen zuerst auf den Gedanken gekommen zu
ein eigenes Amt zu gründen. Später hat sich die Anzahl der
^"deutschen Ämter offenbar noch vermehrt. In Brotzes vermischten
^briften ' wird sie auf 20 angegeben. Die bezüglichen Gewerbe sind:
Schneider;
Schuster;
Weber;
Maurer;
Zimmerleute;
firobschmiede;
huhrleute;
Säger;
Li
gger;
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18
19
20.
Bierträger;
Fischer;
Vogelfänger;
Übersetzer ;
Loddienkerle;
Schiffsarbeiter;
Bierbrauer;
Taglöhner, hier Nas-
siencker genannt;
Schlachter.
Saltzträger;
Hanfschwinger;
^ on den Gesellenschaften des 17* Jahrhunderts hat sich weniger
j Jinde erhalten. Jedenfalls aber erfährt man von viel mehr Ver-
^ *^dungen als aus der früheren Zeit. Die Schrägen haben sich
beiten bei den (iesellenschaften :
der Schneider von 1600;
i öpfer
Böttcher
Buchbinder
Cirobschmiede
Rademacher
1647;
1648;
1655:
1660;
1683;
Weis- und Loosbäcker von 1Ö91, resp. 1693,
w Schuster von 1699.
S^adthibliotliek Nr. 2226, S. 21.