Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Der  Verfall  der  Ämter  im  17.  Jahrh.  u.  die  Reformbestrebungen.

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Eine  bemerkenswerthe  Vermehrung  erfahren  in  dieser  Zeit  die
^Grbindungen  der  undeutschen  oder  einheimischen  Gewerbetreibenden. ­
  Zu  dem  bisher  bekannten  Amt  der  Schneider,  dessen
Schrägen  1635  abermals  bestätigt  wird,  kommen:
1615  das  Amt  der  unteutschen  Schuster;
1665  n  n  Grobschmiede;
1680  „  „  „  einheimischen  Zimmerleute.

^^er  Schrägen  der  einheimischen  Schuhmacher  wird  im  Jahre
auf’:

erst

s  Neue  bestätigt.  Rin  Amt  der  Zimmerleute  lässt  sich
im  folgenden  Jahrhunderte  nach  weisen;  vermuthlich  waren  die

-  ••II  luigennen  janrnuncierte  nacnweisen;  vermuinucn  waicn  uic
^intrnerleute  mit  den  Maurern  oder  den  Tischlern  vereinigt,  und
Gebeinen  die  Undeutschen  zuerst  auf  den  Gedanken  gekommen  zu
ein  eigenes  Amt  zu  gründen.  Später  hat  sich  die  Anzahl  der
^"deutschen  Ämter  offenbar  noch  vermehrt.  In  Brotzes  vermischten
^briften  '  wird  sie  auf  20  angegeben.  Die  bezüglichen  Gewerbe  sind:

Schneider;
Schuster;
Weber;
Maurer;
Zimmerleute;
firobschmiede;
huhrleute;
Säger;

Li

gger;

12
13
14
*5
16
17
18
19
20.

Bierträger;
Fischer;
Vogelfänger;
Übersetzer  ;
Loddienkerle;
Schiffsarbeiter;
Bierbrauer;
Taglöhner,  hier  Nassiencker
  genannt;
Schlachter.

Saltzträger;
Hanfschwinger;
^  on  den  Gesellenschaften  des  17*  Jahrhunderts  hat  sich  weniger
j  Jinde  erhalten.  Jedenfalls  aber  erfährt  man  von  viel  mehr  Ver-^
  *^dungen  als  aus  der  früheren  Zeit.  Die  Schrägen  haben  sich
beiten  bei  den  (iesellenschaften  :
der  Schneider  von  1600;

i  öpfer
Böttcher
Buchbinder
Cirobschmiede
Rademacher

1647;
1648;
1655:
1660;
1683;

Weis-  und  Loosbäcker  von  1Ö91,  resp.  1693,
w  Schuster  von  1699.
S^adthibliotliek  Nr.  2226,  S.  21.
            
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