Kaufmannsgilde. Kleinschmiede-Gesellen.
357
Kaufmannsgilde,
s. Grosse Gilde.
46, Kleinschmiede-Gesellen.
Schrägen vom 4. April 1615.
Stadt-Arch. zu Riga, Schragenbuch Nr. 498, S.440 —457- Vergl. Einleitung S. 229.
Kundt und zu wiszen allen und jeden, so daran gelegen, dasz
sämbtliche unterbeschriebene Meister im Nahmen der hexligen
^^Gyfaltigkeit, Amen. Anno ein tausend sechs hundert fünfF zehen
4. Aprilis die Irrung und Miszverständnisz, so biszhero mit
^"^ern Gesellen wegen unsers Handtwercks Gewohnheit mit Re-
''■'^ligung und Zuthun des ehrenvesten, achtbahren, hochweisen,
Ochgelehrten Herren Ludwich Hintelmann,* G. \ • H., jetzo von
erbahren, hochweisen Raht verordneten Ambtherren folgender
_ Estait gäntzlich unter uns verglichen und auflfgehoben, welches
feister und Gesellen mit Handtstreckung dem Ambtherren hmforder
Und unwiederrufflich zu halten angelobet. Jochim Debuz von
jf^^n Hrandenburgk, jetzo im Ambt Eltermann, Michael Senken,
Meyer, Renedix Steinkuhl, Osewaldt Heim, Hans Köhler,
(iiese.
0 Erstlich sollen die Gesellen und Jünger einen öffentlichen
oder V’^aters Hausz haben und sich dermaszen \ erhalten, da
^ der Krug-Vater und Mutter mit ihnen zufrieden seyn.
, 2) Zum Andern wann ein frembder Gesell oder Jünger alhier
^'ga gewandert köhme, der soll aufif die Herberge einziehen
"‘cht in das Meisters Hausz, es wäre dann Sache, dasz der
. 3) Zum Dritten wann ein frembder Gesell oder Jünger in desz
Hausz gewandert kombt, soll er den Vater bitten um einen
das er zu einem Meister in sein Hausz sende, dar das
. ^Gnambt ist, dasz die Örtengesellen zu ihm kommen so en
'^'^fhalb Standes Zeit; im Fall die Örtengesellen über eine Stun e
>kl^iben thäten und der frembder angekommener Geselldaruber
so sollen die örtengesellen in der sämbtlichen Gesellen
Straffe verfallen seyn.
* ßöthnihr. Die Rigische Rathslinie, Nr. 547-