2. Die rothen Thone zeigen sich hauptsächlich im 1. weniger im
2. Gebiete.
3. Der plattige eocene Sandstein erscheint nie in dem 1., ist dafür
aber im 2hauptsächlich jedoch im 3. Gebiete mächtig entwickelt.
4. Dasselbe gilt von massigen Sandsteinen.
5. Der Cchtkowicer Sandstein kommt in dem 1., außerdem an der
Grenze des 1. und 2. Gebietes vor.
6. Die Schichten von Libusza sind nur auf das 1. Gebiet beschränkt.
7. Die Menilit-Schiefer sind in dem 1. Gebiete sehr stark, weniger
im 2., und gar nicht im 3. entwickelt.
8. Die jüngeren Sandsteine erscheinen im 2. und 3. Gebiet.
9. Der subkarpathische Lehm kommt nur im 1. Gebiete vor.
10. Die Naphta ist nur auf das 1. und 2. Gebiet beschränkt.
2. Das Vorkommet: von Erdöl in unserem Äufnahmsgebiete.
Eine der Hauptaufgaben unserer Untersuchungen war das Studium
der Naphta-Borkommnisse in dem Gebiete der galizischen Westkarpathen.
Wir haben in dieser Beziehung fleißig alle möglichen geologischeil Daten
gesammelt, und dieselben im ersten Theile unserer Arbeit aufgezeichnet.
Wir wollen hier die wichtigsten von denselben in Kürze zusammenstellen.
Der erste und jüngste Naphta-Horizont befindet sich in den Menilit-
Schiefern. In unteren Partieen, ja beinahe schon im Liegenden der
selben befindet sich ein schmutzig grauer Sandstein, dessen Klüfte und Poren
mit Naphta ausgefüllt sind. Diese Menilit-Naphta ist pechartig, dunkel
grün oder braun, dickflüssig, und vor Allem geringgrädig, so daß sie 40" nie
übersteigt.
Diesen Naphta-Horizont, der im Großen und Ganzen in den tvest-
galizischen Karpathen schwach entlvickelt ist, haben wir in unseren Terrain
in Harklowa, Kryg und in einigeir Punkten der Gegend von Kltzczany. so
z. B. in der Nähe der Meierhofes, unweit der Wohnung des H. Fauk u. s. w.
Es gilt aber als Regel, daß die Menilit-Naphta in diesem Theile
der Karpathen selten in größeren Quantitäten vorkommt, deßhalb ist auch
die Anlage von Schächten in den Mcnilit-Schiefern nur dann zu em
pfehlen, wenn man auf größere Tiefe der Schächte gefaßt ist.
Der zweite Horizont, in dem die Naphta vorkommt sind die Schichten
voir Libusza. Da aber dieselben wie bereits früher ertvähnt nur in der
subkarpathische,, Ebene vorkommen, so ist auch das eocene Oel nur auf
dieses Gebiet beschränkt, Währeild man in dem Eocen des Gebirges selbst,
(mit Ausnahme von Siary und Macina) keine Naphta findet?)
i) Man wolle nicht vergessen, daß hier ausschließlich von unserem Aufnahms-
gebiet die Rede ist, denn im Osten verhalten sich die Verhältnisse anders.
Das Petrolcumgebiet. 7